{"id":16690,"date":"2025-02-26T12:04:59","date_gmt":"2025-02-26T11:04:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/?p=16690"},"modified":"2025-02-26T12:05:03","modified_gmt":"2025-02-26T11:05:03","slug":"bemerkenswert-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/2025\/02\/bemerkenswert-3\/","title":{"rendered":"Bemerkenswert"},"content":{"rendered":"\n<p>Auf FB gefunden, wohl ein Eintrag auf der Welt:<br>Wie Nein sagen zum herrschenden Wahnsinn? Der konservative B\u00fcrger steht vor einem Dilemma: Was immer er w\u00e4hlt \u2013 dank der \u201eBrandmauer\u201c erwartet ihn eine Variation linksgr\u00fcner Politik. Doch es gibt Hoffnung. Denn vieles spricht daf\u00fcr, dass die Stimmung einen Kipp-Punkt erreicht hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Was in Deutschland seit 2015 geschieht, kann man nicht mehr politisch erkl\u00e4ren. Der Realit\u00e4tsverlust durch die Hypermoralisierung aller politischen Themen hat aus der Berliner Republik ein Treibhaus der Weltfremdheit gemacht. Von au\u00dfen betrachtet, erscheint Deutschland als geschlossene Anstalt des Gutmenschentums \u2013 betreut durch die Parallelwelt des \u00d6RR. Heinrich Heine hat Recht behalten: Wir k\u00f6nnen uns der unbestrittenen Herrschaft im Luftreich des Traums r\u00fchmen. Sichergestellt wird das durch eine \u00dcberproduktion akademischer Elite-Anw\u00e4rter, f\u00fcr die es keinen echten Bedarf gibt und die deshalb Aktivisten werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Regierenden warnen gerne vor der Spaltung der Gesellschaft und verorten die Spalter nat\u00fcrlich auf der Seite der Regierungskritiker. Damit verschleiert man das eigentliche Problem. Die wahre Spaltung der Gesellschaft verl\u00e4uft n\u00e4mlich zwischen der politisch-medialen Elite mit ihren aktivistischen Fu\u00dftruppen und den normalen B\u00fcrgern, die einer geregelten Arbeit nachgehen und den Laden am Laufen halten. Diese normalen B\u00fcrger w\u00fcrden gerne etwas gegen Massenmigration, wirtschaftlichen Niedergang und Wokeness-Wahnsinn tun, und die Bundestagswahlen scheinen hierf\u00fcr Gelegenheit zu bieten. Aber haben wir wirklich die Wahl?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Parteien sind Mogelpackungen. Was ihre Namen und ihre Geschichte versprechen, hat mit ihrer realen Politik schon lange nichts mehr zu tun. Die CDU stand einmal f\u00fcr B\u00fcrgerlichkeit, also f\u00fcr einen Konservativismus mit dem guten Argument des Status quo. Angela Merkel hat sie v\u00f6llig entkernt und damit den Konservativen ihre eigentliche politische Heimat genommen. Wenn wir einmal annehmen, dass Friedrich Merz hier tats\u00e4chlich gegensteuern m\u00f6chte, dann k\u00e4mpft er nicht nur gegen Rot-Gr\u00fcn, sondern, wichtiger noch, gegen Schwarz-Gr\u00fcn, n\u00e4mlich die gr\u00fcnen Unterseeboote in der eigenen Partei. Dieser Kampf gegen den Merkelismus in der CDU, also gegen W\u00fcst, G\u00fcnther und Wegner und, in der zweiten Reihe der Altgedienten, gegen Braun, Altmaier und Polenz w\u00e4re eine Herkulesaufgabe, die zu bew\u00e4ltigen man Merz wohl kaum zutrauen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Die SPD hat fr\u00fcher einmal die Interessen der arbeitenden Bev\u00f6lkerung vertreten, und in Zeiten des gro\u00dfen Helmut Schmidt, vielleicht sogar noch unter Gerhard Schr\u00f6der war sie auch f\u00fcr konservative B\u00fcrger w\u00e4hlbar. Seither reitet sie sehr ungeschickt und mit katastrophalem Personal auf den Wellen des links-gr\u00fcn-woken Zeitgeistes.<\/p>\n\n\n\n<p>Die FDP war einmal die Partei, die die Freiheit des Einzelnen gegen den Staat verteidigen wollte. Als ihr spezifischer Beitrag zum Ampel-Debakel werden das Denunziationsportal \u201eSo Done\u201c und das absurde Selbstbestimmungsgesetz in Erinnerung bleiben. Das Vorurteil, das es schon seit Jahrzehnten gegen\u00fcber der FDP gibt, dass sie n\u00e4mlich eine Umfallerpartei sei, hat sie gerade bei der Abstimmung \u00fcber das \u201eZustrombegrenzungsgesetz\u201c eindrucksvoll best\u00e4tigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Gr\u00fcnen verdanken wir eine neue politische und eigentlich konservative Idee, den Umweltschutz. Doch sehr rasch haben sie sich in eine mit Argumenten nicht mehr erreichbare religi\u00f6se Sekte verwandelt, die die Natur mit ihren Windr\u00e4dern und die Wirtschaft mit ihrer Energiepolitik zerst\u00f6rt. Die Loyalit\u00e4t zu einer dieser Parteien n\u00e4hert sich der Dummheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Der konservative B\u00fcrger steht vor der Schwierigkeit, nein zu sagen. Was immer man w\u00e4hlt \u2013 man bekommt eine Variation linksgr\u00fcner Politik. Das demokratische Grundprinzip, die M\u00e4chtigen durch Wahlen austauschen zu k\u00f6nnen, funktioniert nicht. Oder gibt es hier doch eine Alternative, n\u00e4mlich die AfD? Sie war ja f\u00fcr die politisch heimatlosen Konservativen nach der Merkelisierung der CDU gegr\u00fcndet worden. Doch ihr unappetitlicher brauner Rand machte sie f\u00fcr die meisten B\u00fcrger unw\u00e4hlbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Unw\u00e4hlbarkeit hat eine Metapher zementiert, die nicht erst im Wahlkampf den gesamten politischen Diskurs dominiert: \u201eBrandmauer\u201c. F\u00fcr Rot-Gr\u00fcn ist die AfD das einzige Thema, weil man mit der \u201eBrandmauer\u201c die eigene Herrschaft sicherstellt und \u201eunsere Demokratie\u201c beziehungsweise die \u201eMitte unserer Gesellschaft\u201c f\u00fcr sich in Anspruch nehmen kann. Es gibt hier ein rot-gr\u00fcnes Kontinuum bis zum Antifa-Mob, geeint in der kollektiven Halluzination eines neuen Faschismus. Dieses linke Disneyland des \u201eKampfs gegen rechts\u201c hat durchaus Eventcharakter.<\/p>\n\n\n\n<p>Die CDU dagegen steht vor der AfD wie das Kaninchen vor der Schlange. Sie versteht nicht, dass sie mit jeder Beschw\u00f6rung der \u201eBrandmauer\u201c mithilft, von der katastrophalen Bilanz der Ampel-Regierung abzulenken. Einerseits ist es verst\u00e4ndlich, dass sie in der AfD, die ja eben gegen die CDU gegr\u00fcndet worden ist, ihren eigentlichen Gegner sieht. Aber andererseits grenzte es schon an Verr\u00fccktheit, zu versuchen, aus Angst vor der AfD das wichtigste Thema, n\u00e4mlich Massenmigration, aus dem Wahlkampf herauszuhalten. Erst durch die Bluttat von Aschaffenburg ging das endg\u00fcltig schief. Jetzt endlich hatte Merz den Mut, eine Mehrheit f\u00fcr die Wende in der Migrationspolitik mit den Stimmen der AfD durchzusetzen. Das hat die CDU f\u00fcr AfD-W\u00e4hler attraktiver gemacht, aber auch umgekehrt die \u201eBrandmauer\u201c br\u00f6ckeln lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Inflation bedeutet Entwertung. Und das gilt auch f\u00fcr die \u201eBrandmauer\u201c-Metapher. Wenn man etwas Distanz zwischen sich und die rituellen Demonstrationen der \u201eAnst\u00e4ndigen\u201c bringt, kann man n\u00e4mlich erkennen: Die \u201eBrandmauer\u201c wird st\u00e4ndig beschworen, gerade weil sie wegbr\u00f6ckelt. Der Tabu-Effekt schw\u00e4cht sich ab. Immer mehr B\u00fcrger (in Baden-W\u00fcrttemberg ist es schon die H\u00e4lfte) halten eine parlamentarische Zusammenarbeit mit der AfD f\u00fcr akzeptabel \u2013 oder k\u00f6nnen sich sogar vorstellen, die AfD zu w\u00e4hlen. Und mit jeder weiteren Entt\u00e4uschung, die CDU und FDP den Konservativen bereiten, w\u00e4chst das blaue Potenzial.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gewinner der Massenpsychose \u201eKampf gegen rechts\u201c waren bisher die Mitglieder der Trauma- und Asyl-Industrie: Refugees welcome. Wir schaffen das. Open Borders. Es gibt keine Obergrenze f\u00fcr Menschlichkeit. Wer sich dieser Hypermoral nicht beugte, galt rasch als Nazi. Doch jetzt scheint die Grenze der Zumutbarkeiten erreicht. Mindestens zwei Drittel der Bev\u00f6lkerung sind f\u00fcr eine restriktivere Migrationspolitik.<\/p>\n\n\n\n<p>Die rot-gr\u00fcne Herrschaft sieht sich deshalb bedroht und schl\u00e4gt um sich \u2013 auf den Stra\u00dfen genauso wie in den Medien. Das ist nicht erstaunlich, denn Machverlust holt immer das Scheu\u00dflichste aus den Menschen heraus, wie auch das Beispiel der ins gr\u00fcne Lager \u00fcbergelaufenen Bundeskanzlerin a.D. zeigt. Auch die t\u00e4glichen Paraden der Guten sind verzweifelte Versuche, die Deutungshoheit zu verteidigen: Die Regierung finanziert Demonstrationen gegen die Opposition und marschiert selbst dabei mit. In der \u201eTagesschau\u201c wird das dann als spontaner B\u00fcrgerprotest \u201egegen rechts\u201c verkauft.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch der Widerstand gegen die B\u00fcrgerbeschimpfungen, die immer schon den AfD-W\u00e4hlern, jetzt aber auch den CDU-Sympathisanten gelten, w\u00e4chst. Und immer st\u00e4rker wird bei vielen Konservativen der Verdacht, den Thilo Sarrazin als erster publikumswirksam ausgesprochen hat \u2013 dass n\u00e4mlich die Links-Gr\u00fcnen in einer Art von politisiertem Selbsthass die Zerst\u00f6rung Deutschlands wollen. Die Entnazifizierung Deutschlands ist f\u00fcr sie erst vollendet, wenn sich das Land abgeschafft hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Vieles spricht daf\u00fcr, dass die politische Stimmung einen Kipp-Punkt erreicht hat. Das wird sich vielleicht noch nicht deutlich im Wahlergebnis niederschlagen, weil man als Konservativer und Liberaler eben nicht genau wei\u00df, wie man nein zum herrschenden Wahnsinn sagen kann. Aber man kann vermuten, was nach der Wahl geschieht. Entweder bestimmen die Gr\u00fcnen weiterhin die Politik, sei es in der Regierung oder durch die gr\u00fcnen Kolonnen in der CDU \u2013 dann haben wir sp\u00e4testens 2029 franz\u00f6sische Verh\u00e4ltnisse, also 35 Prozent oder mehr f\u00fcr die AfD. Oder aber die \u201eBrandmauer\u201c f\u00e4llt, das hei\u00dft: Die CDU macht eine vern\u00fcnftige Politik, wie sie die meisten B\u00fcrger wollen \u2013 unabh\u00e4ngig davon, wer ihr zustimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch wie auch immer: Unterhalb der Ebene der Parteipolitik wird es zu einer Wiedergeburt der B\u00fcrgerlichkeit kommen. Man muss nach dem Kollaps der Wokeness und dem Untergang der Ampel kein unverbesserlicher Optimist sein, um zu prognostizieren: Das Zeitalter des gesunden Menschenverstandes beginnt. Uns steht ein spannendes Abenteuer bevor \u2013 die Erkundungsfahrt zur\u00fcck zur Normalit\u00e4t.<br><br>Was soll ein Liberaler dazu in D schreiben?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf FB gefunden, wohl ein Eintrag auf der Welt:Wie Nein sagen zum herrschenden Wahnsinn? Der konservative B\u00fcrger steht vor einem Dilemma: Was immer er w\u00e4hlt \u2013 dank der \u201eBrandmauer\u201c erwartet ihn eine Variation linksgr\u00fcner Politik. 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