{"id":21377,"date":"2026-10-09T07:07:38","date_gmt":"2026-10-09T05:07:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/?p=21377"},"modified":"2026-10-09T07:08:45","modified_gmt":"2026-10-09T05:08:45","slug":"einfachste-fakten-zu-kriegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/2026\/10\/einfachste-fakten-zu-kriegen\/","title":{"rendered":"Einfachste Fakten zu Kriegen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um die ganze &#8222;Spannung&#8220; zu nehmen. Jeder Krieg ist gesamtwirtschaftlich gesehen ein Verlustgesch\u00e4ft. Das Einzige, was Kriege \u00e4ndern, sind Machtverh\u00e4ltnisse und auch das ist nicht immer das eindeutige Ergebnis. <br><br>Nun im Einzelnen die Beweise: <br>1) eine sagen wir mal 1 000 \u20ac Bombe zerst\u00f6rt ein 300 000 \u20ac Haus. Gesamtwirtschaftlicher Schaden? Rund 299 000 \u20ac. <br>2) zwei Schiffe \u00e0 1 000 000 000 versenken sich gegenseitig (Tote au\u00dfen vor gelassen) gesamtwirtschaftlicher Schaden ca 2 000 000 000 <br>3) usw usf<br><br>Wohlstand entsteht durch mehr Produkte und einen wachsenden Kapitalstamm. Jeder Krieg zerst\u00f6rt bestehende Produkte und verringert den Kapitalstamm. Auch f\u00fcr das Land in dem die Waffen produziert werden. Nominal mu\u00df man daf\u00fcr bezahlen und damit mu\u00df es auch produziert werden, aber die Nutzung der produzierten Waffen ist immer eine Verringerung des Volksverm\u00f6gens der anderen Seite. Ein Krieg ist niemals Win \/ Win sondern so gut wie immer ein loose \/loose. Auch die gewinnende Seite mu\u00df riesige Kapitalmengen in G\u00fcter stecken, die im Krieg nur vernichtet werden. <br><br>Alles Kapital, das in Kriegen vernichtet wird, mu\u00df erst mal wieder durch einen enormen Aufwand erneut hergestellt werden. Die Unterschiede sind eklatant!<br><br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><th>Kennzahl<\/th><th>Schweiz<\/th><th>Deutschland<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Durchschnittsverm\u00f6gen pro Erwachsenem<\/td><td>910.382 $<\/td><td>346.613 $<\/td><\/tr><tr><td>Rang weltweit (Durchschnitt)<\/td><td>1<\/td><td>14<\/td><\/tr><tr><td>Medianverm\u00f6gen pro Erwachsenem<\/td><td>145.555 $<\/td><td>53.485 $<\/td><\/tr><tr><td>Rang weltweit (Median)<\/td><td>8<\/td><td>30<\/td><\/tr><tr><td>Dollar-Million\u00e4re<\/td><td>ca. 944.000<\/td><td>ca. 2,65 Mio.<\/td><\/tr><tr><td>Anteil Million\u00e4re an Erwachsenen<\/td><td>13,1 %<\/td><td>rund 4 %<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Quelle: UBS Global Wealth Report 2026, Stand Ende 2025. Gesetzliche Rentenanspr\u00fcche nicht enthalten, Preisniveau nicht bereinigt.<br><br>Der letzte Krieg auf Schweizer Boden war der <strong>Sonderbundskrieg im November 1847<\/strong>. Das war ein kurzer B\u00fcrgerkrieg zwischen den konservativ-katholischen Kantonen des \u201eSonderbunds\u201c (Luzern, Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden, Zug, Freiburg, Wallis) und den liberalen Kantonen. Er dauerte nur knapp vier Wochen und forderte rund 100 Tote. General Guillaume-Henri Dufour f\u00fchrte die Bundestruppen und achtete bewusst darauf, die Verluste gering zu halten. Aus dem Konflikt ging 1848 der moderne Bundesstaat mit der ersten Bundesverfassung hervor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der letzte Krieg gegen ein anderes Land liegt noch weiter zur\u00fcck: <strong>1815<\/strong> beteiligte sich die Schweiz am Feldzug der Alliierten gegen Napoleon w\u00e4hrend seiner \u201eHerrschaft der Hundert Tage\u201c. Schweizer Truppen r\u00fcckten kurz in die Franche-Comt\u00e9 ein und halfen bei der Belagerung von H\u00fcningen. Im selben Jahr erkannte der Wiener Kongress die immerw\u00e4hrende Neutralit\u00e4t der Schweiz an, und an dieser Neutralit\u00e4t h\u00e4lt sie seither fest.<br><br>Die Ergebnisse von keinem Krieg sind klar erkennbar. Wir Deutschen haben 2 x riesige Teile unseres Volksverm\u00f6gens verloren. <br><br>Und dann kommen noch die Millionen und Tote auf beide Seiten obenauf, und was diese nicht mehr erwirtschaften k\u00f6nnen (einfach weil es Tote sind)<br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/image-8.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"573\" src=\"https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/image-8-1024x573.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-21378\" srcset=\"https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/image-8-1024x573.png 1024w, https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/image-8-300x168.png 300w, https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/image-8-768x430.png 768w, https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/image-8-1536x860.png 1536w, https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/image-8-624x349.png 624w, https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/image-8.png 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Rechnung 2: Nur die echten Menschenverluste<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Realistischer ist es, nur die tats\u00e4chlich fehlenden Arbeitskr\u00e4fte zu z\u00e4hlen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Im Ersten Weltkrieg starben rund 2 Millionen Soldaten und mehrere Hunderttausend Zivilisten, fast alles M\u00e4nner im besten Arbeitsalter. Bei rund 32 Millionen Erwerbspersonen fehlten damit etwa 6 % der Arbeitskr\u00e4fte. Dazu kamen Millionen Kriegsversehrte, die nur eingeschr\u00e4nkt arbeiten konnten.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Geburtenausfall von rund 3 Millionen Kindern wirkte erst ab etwa 1930, als diese Jahrg\u00e4nge ins Berufsleben gekommen w\u00e4ren.<\/li>\n\n\n\n<li>Arbeit tr\u00e4gt grob zwei Drittel zur Wirtschaftsleistung bei. 6 % weniger Arbeitskr\u00e4fte bedeuten deshalb etwa <strong>3\u20134 % weniger Produktion pro Jahr<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr 1919\u20131938 ergibt das zusammen ungef\u00e4hr <strong>0,7 bis 0,8 Jahresleistungen<\/strong>. Beim damaligen Volkseinkommen von meist 60\u201380 Mrd. Reichsmark sind das grob 2\u20132,5 Mrd. RM pro Jahr, zusammen also etwa <strong>40\u201350 Mrd. RM<\/strong>.<br><br>Rechnungen und Grafiken von claude erstellt. Es kann &#8222;nat\u00fcrlich&#8220; nicht exakt sein, aber es ergibt eine Idee. Unzweifelhaft ist der massive Wohlstandsverlust gegen\u00fcber der Schweiz. Ein Krieg ist IMMER ein Verlustgesch\u00e4ft. Egal, welche Seite gewinnt oder verliert, das Einzige, was sich \u00e4ndert, ist der Gewaltmonopolist!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um die ganze &#8222;Spannung&#8220; zu nehmen. Jeder Krieg ist gesamtwirtschaftlich gesehen ein Verlustgesch\u00e4ft. Das Einzige, was Kriege \u00e4ndern, sind Machtverh\u00e4ltnisse und auch das ist nicht immer das eindeutige Ergebnis. Nun im Einzelnen die Beweise: 1) eine sagen wir mal 1 000 \u20ac Bombe zerst\u00f6rt ein 300 000 \u20ac Haus. Gesamtwirtschaftlicher Schaden? Rund 299 000 \u20ac. 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