{"id":2801,"date":"2015-09-18T14:02:16","date_gmt":"2015-09-18T13:02:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/?p=2801"},"modified":"2015-09-18T15:22:10","modified_gmt":"2015-09-18T14:22:10","slug":"halte-ich-vorsorglich-auch-hier-fest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/2015\/09\/halte-ich-vorsorglich-auch-hier-fest\/","title":{"rendered":"Halte ich vorsorglich auch hier fest"},"content":{"rendered":"<p>In Bezug auf: http:\/\/martin-schweiger.com\/2015\/08\/10\/f\u00e2\u20ac\u00a6utigen-zeit-an\/<\/p>\n<p>und auch zum Fed Artikel von heute. <\/p>\n<p>Wie man sehen kann, gibt es eine Menge Diskrepanzen. Ich wei\u00df nicht ob die 72er Regel hier bekannt ist. Man kann damit ausrechnen in welcher Zeit sich Kapital verdoppelt<br \/>\nDie Rechnung ist einfach 72 : Zins\/Inflation = Anzahl Jahre zur Verdoppelung des Kapitals.<\/p>\n<p>Ich denke man kann da bei einem g\u00e4ngigen Irrtum anfangen. Es gilt ja nicht mehr<br \/>\nKonsum -> mehr Wohlstand sondern<br \/>\ngenau anders herum mehr Wohlstand -> mehr Konsum. Die Argumentation der anderen<br \/>\nParteien l\u00e4uft genau auf das erste heraus.<br \/>\nNehmen wir das &#8222;Argument&#8220; Kaufkraft st\u00e4rken. So sieht man hier wird Ursache und<br \/>\nWirkung vertauscht. Man kann nicht die Kaufkraft im Vorhinein steigern, sondern<br \/>\nman steigert die Kaufkraft indem man g\u00fcnstiger und\/oder mehr anbieten kann. Also<br \/>\nist doch klar die Produktion kommt zuerst. Nur wie argumentieren ja gerne die<br \/>\nGewerkschaften. Genau in zwei Richtungen, Sie behaupten erst mal weil die<br \/>\nGewinne gestiegen sind, k\u00f6nnen wir einen &#8222;gerechten&#8220; Anteil anfordern und wenn<br \/>\ndie Gewinne nicht so laufen dann argumentieren sie mit. Wir m\u00fcssen die<br \/>\nMassenkaufkraft st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Was ich aber mit dem Beispiel eigentlich bezwecken m\u00f6chte. Wir m\u00fcssen von der<br \/>\nrichtigen Reihenfolge aus an die Sache heran gehen. Und hier haben wir genau ein<br \/>\nGegenargument was dann nicht nur absurd ist sondern such so &#8222;scheint&#8220; Unsere<br \/>\nGeldsystem ist ja genau so aufgebaut.<br \/>\nDie Zentralbank kann v\u00f6llig unabh\u00e4ngig von der Produktion &#8222;Geld&#8220; herstellen. Und<br \/>\nwas kann Sie eben auch machen. Sie kann extern die Geldmenge beliebig erh\u00f6hen.<br \/>\nUnd damit ergibt sich immer ein Wachstum, und sei es nur nominell. Aber die<br \/>\nRichtung ist eben falsch, man druckt sozusagen mehr Konsumscheine als es f\u00fcr die<br \/>\nderzeitigen Preise und G\u00fctermengen hergeben.<\/p>\n<p>Daher ist das zweite Einfallstor, man m\u00fcsste eine Inflationsbereinigung<br \/>\neinf\u00fchren. Wir wissen ja &#8222;unter&#8220; anderem unsere Schuldenmenge betr\u00e4gt ca 2 Bio<br \/>\nEUR das sind nicht ganz 4 Bio. alte DM. Wir wissen auch die DM hat ungef\u00e4hr 70 %<br \/>\nIhres Wertes w\u00e4hrend Ihrer Lebenszeit verloren. Daher folgt das unser BIP<br \/>\ngerade eigentlich nur 3 Bio * 0.3 = 1 Bio betr\u00e4gt. Der Rest ist &#8222;gedruckt&#8220;. Wir<br \/>\nm\u00fcssen also Grafiken finden in denen wir die G\u00fctermenge und die Geldmenge<br \/>\nvergleichen k\u00f6nnen. Und es ist klar es wird da eine Auseinanderlaufen geben. Die<br \/>\nGeldmenge wird weitaus h\u00f6her sein als die G\u00fctermenge. Wir brauchen aber einen<br \/>\nMa\u00dfstab. Und noch eines ist zu bedenken, Da im Grunde nie Kredite zur\u00fcckgezahlt<br \/>\nwurden enthalten die Schuldenberge alle je gemachten Schulden + eben die neuen<br \/>\ndie immer so dazu kommen. D.h. also bei den Schulden kommen unweigerlich<br \/>\nZinseszinseffekte zum Tragen. Das gibt es in der Produktion nicht, es gibt<br \/>\nkeinen Zinseszinseffekt bei der Erstellung von G\u00fctern. Und damit ist auch klar<br \/>\ndie Schere zwischen Geld und Produktionmenge mu\u00df exponentiell auseinander<br \/>\nklaffen.<\/p>\n<p>Wei\u00df jemand einen der das statistisch sauber erfassen und berechnen kann?<\/p>\n<p>Also ist mein Vorschlag, wir m\u00fcssen auf jeden Fall die Ursache und Wirkung in<br \/>\ndie richtige Reihenfolge bringen.<\/p>\n<p>Zweiter Punkt der viel zu wenig beachtet wird. Die Zeit spielt zwar eine Rolle<br \/>\naber auf eine ganz merkw\u00fcrdige Weise. Schaut man sich IS\/LM Kurve an<br \/>\nargumentiert man mit der \u00c4nderung einer dieser Kurven die dann &#8222;automatisch&#8220;<br \/>\neine Anpassung erfordert. Aber man betrachtet da nur den Anfangspunkt und den<br \/>\nneuen Gleichgewichtspunkt. Und genau hier ist auch v\u00f6llig klar, es gibt keine<br \/>\nGleichgewichte ex ante. Die gibt es nur im Nachhinein. Was eben produziert<br \/>\nwurde, wurde entweder verbraucht oder gespart. Unter Verbraucht f\u00e4llt der<br \/>\n&#8222;normale&#8220; Verbrauch aber auch Abnahme durch Verfall und (und das ist sehr<br \/>\nwichtig) auch die Sachen die &#8222;investiert&#8220; wurden also verbraucht aber eben noch<br \/>\nnicht ein einem neuen Produkt wirklich &#8222;verbraucht&#8220;. Sparen ist ganz einfach<br \/>\ndas was \u00dcbrig bleibt, eben Lagerbest\u00e4nde oder auch Dinge die man hat und<br \/>\nentweder sp\u00e4ter verbraucht. Je nachdem um was es geht, wird eben die<br \/>\nProduktionskette verl\u00e4ngert.<\/p>\n<p>Ich denke auch das m\u00fcssen wir beachten. Eben die Zeitpr\u00e4ferenzen der Leute.<\/p>\n<p>Auch hier bekommen es die meisten nicht hin. Denn es gilt dort S = I (also alles<br \/>\ngesparte ist die Investition eines anderen). Das stimmt so in mehrfacher Weise<br \/>\nnicht. Es kann beides gelten S > I und I > S. (das sind n\u00e4mlich Kredite), aber<br \/>\nkorrekterweise sollte man nur investieren k\u00f6nnen, was man gespart hat. Und hier<br \/>\ngibt es einen direkten Weg zu den Aktionen der Zentralbank die Zentralbanken<br \/>\nentkoppeln dieses notwendige Ursache -> Wirkungspaar. Weil Sie eben jederzeit<br \/>\nmehr Geld (und das unser Geld maximal ein Schuldschein ist), Schulden erzeugt<br \/>\ndie man durchaus zum investieren benutzen kann aber nicht mu\u00df. Einer Geldeinheit<br \/>\nist es ziemlich wurscht ob Sie f\u00fcr Konsum oder Investition ausgegeben wird. Aber<br \/>\ndas Ergebnis ist verheerend anders. Eine Investition kann zu einer Ausweitung der<br \/>\nProduktion genutzt werden bei einer normalen Ausgabe nur dann wenn das<br \/>\neingenommene Geld auf der Seite des Anbieters nicht direkt &#8222;verbraucht&#8220; wird<br \/>\nsondern gespart werden kann.<\/p>\n<p>Auch hier ist ja die Fehlentwicklung offensichtlich. Es wird ja so getan als sei<br \/>\nmehr Geld f\u00fcr Investitionen da. Weil ja die Zentralbank beliebig neues und mehr<br \/>\nGeld erzeugen kann. Somit kann man auch da zu einem Kern unseres Programm<br \/>\nleiten.<\/p>\n<p>Es ist eben jetzt die Frage wie bekommen wir den Aberglauben heraus, das jedes<br \/>\nSparen einer Investition entspricht! Das stimmt so absolut nicht und nicht alles<br \/>\nGesparte wird auch immer investiert. Sondern es kann auch sein, da\u00df man es<br \/>\neinfach f\u00fcr einen sp\u00e4teren Konsum beh\u00e4lt. Ganz einfach &#8222;Spare in der Zeit, dann<br \/>\nhast Du in der Not&#8220;. Eine Investition ist im Grunde niemals ein sparen sondern<br \/>\neine Wette f\u00fcr zuk\u00fcnftig h\u00f6here R\u00fcckfl\u00fcsse. Diese Motivation fehlt beim Sparen<br \/>\nim Grunde v\u00f6llig. Wenn n\u00e4mlich das Geld weg ist, ist&#8217;s halt nicht mehr da<br \/>\n(trivial) und wenn&#8217;s eben schief geht bekommt man es eben auch nicht zur\u00fcck.<br \/>\nBeim Sparen will man diese Unsicherheit ausschalten (und genau das macht einem<br \/>\nja Banken und Zentralbanken) einen Strich durch die Rettung.<\/p>\n<p>Aber es l\u00e4uft eben auf folgendes heraus<br \/>\n1) Produktion und Handel kann man ohne Mehrkosten niemals mit mehr Auflagen<br \/>\nverbilligen<br \/>\n2) Solange Einlagen, gleichzeitig als Kredit f\u00fcr die Bank gelten, ist<br \/>\ntats\u00e4chlich ein Sparen mit Bankeinlagen nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Sparen kann man derzeit nur au\u00dferhalb des Bankensystems. N\u00e4mlich sich<br \/>\nirgendetwas unter die Matraze legen.<\/p>\n<p>Ich habe Euch schon mal geschrieben, da\u00df diese Ursache Wirkungssachen bei<br \/>\neinigen einfach nicht durchkommen. So behauptet ein &#8222;besonders&#8220; intelligenter,<br \/>\nda\u00df in der Makro\u00f6konime sparen nicht m\u00f6glich sei. Was schlicht und einfach nicht<br \/>\nstimmt. Denn Sparen ist eben nicht gleich investieren. Das kann man &#8222;nat\u00fcrlich&#8220;<br \/>\nmachen, aber man mu\u00df es nicht. Aber hier sehe ich ein Riesenproblem, wie kann<br \/>\nman eine deraratige Trivialiti\u00e4t negieren? Ich wei\u00df es einfach nicht&#8230;<\/p>\n<p>Aber meine Idee ist hoffentlich klar. Die richtigen Ursachen und Wirkungen<br \/>\nbenutze und das eben auf unser System anwenden und eben sehen, ob es da Br\u00fcche<br \/>\ngibt (und die gibt es reichlichst). Idealerweise brauchen wir dazu aber<br \/>\nAuswertungen die das auch untermauern und die man &#8222;nachhalten&#8220; kann.<\/p>\n<p>Ich meine man wird auf die Problematik, der in Fiat-Zahlungseinheiten bewertetem<br \/>\nProdukte eingehen m\u00fcssen. Wir brauchen eine Grundlage auf der man das getrennt<br \/>\nbekommt weil nur das unsere Argumentation klar herausstellt. Wie man das<br \/>\nhinbekommt, wei\u00df ich leider nicht..<\/p>\n<p>Diese Sachen sind nicht &#8222;debattierbar&#8220; weil es nichts zu diskutieren gibt. Es gibt KEINE M\u00f6glichkeit die &#8222;Inflation&#8220; zu messen. Ich kann mir sicher Sachen heraus suchen, da kann ich eine > 20 % Steigerung finden und ich kann Sachen finden wo es eine &#8222;Deflatoin&#8220; von 20 % finden. Tatsache ist aber es gibt einen von der &#8211; ich glaube &#8211; Bundesbank erstellten Warenkorb und der soll die &#8222;Inflation&#8220; messen.<\/p>\n<p>Das ist m.E. ausgemachter Bl\u00f6dsinn und eher wahrscheinlich, der Versuch einer systematsischen T\u00e4uschung. Wer erinert sich noch an die Umstellung? Halbierten sich tats\u00e4chlich alle Preise. Ich meine das war damals schon &#8222;Bl\u00f6dsinn&#8220;. Aber genau das ist einer der zentralen Fragen, wie mi\u00dft man eine Preissteigerung?<\/p>\n<p>Das Ganze findet sich im Forum der PDV. Auch sonst habe ich dort schon einiges extra geschrieben. Das Interesse daran als auch an diesem Blog kann man aber nur marginal nennen&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Bezug auf: http:\/\/martin-schweiger.com\/2015\/08\/10\/f\u00e2\u20ac\u00a6utigen-zeit-an\/ und auch zum Fed Artikel von heute. Wie man sehen kann, gibt es eine Menge Diskrepanzen. Ich wei\u00df nicht ob die 72er Regel hier bekannt ist. Man kann damit ausrechnen in welcher Zeit sich Kapital verdoppelt Die Rechnung ist einfach 72 : Zins\/Inflation = Anzahl Jahre zur Verdoppelung des Kapitals. Ich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[4541,4518,4517],"class_list":["post-2801","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-geld","tag-zahlungsmittel","tag-zentralbank"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2801","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2801"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2801\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2801"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2801"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2801"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}