{"id":3113,"date":"2016-01-05T15:13:29","date_gmt":"2016-01-05T14:13:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/?p=3113"},"modified":"2016-01-05T15:13:29","modified_gmt":"2016-01-05T14:13:29","slug":"ziehe-ich-mal-aus-den-kommentaren-raus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/2016\/01\/ziehe-ich-mal-aus-den-kommentaren-raus\/","title":{"rendered":"Ziehe ich mal aus den Kommentaren raus"},"content":{"rendered":"<p>Ist ziemlich umfangreich und m.E. auch ziemlich gut:<br \/>\nWarnung. Ich schreibe hier nicht im Namen der PDV, sondern aus meiner Sichtweise. Welche das ist k\u00f6nnt Ihr jederzeit hier nachlesen: https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/<br \/>\nIch gehe hier auf Geschichtliches zur\u00fcck und auf die Grundlagen die von Mises in Human Action benutzt. Von Mises empfiehlt zwar Geschichte zu beachten, aber er besteht \u00e2\u20ac\u201c zu Recht \u00e2\u20ac\u201c darauf, zu schreiben Geschichte mu\u00df sich nicht wiederholen. Er schlie\u00dft aber eine Wiederholung auch nicht kategorisch aus. Und hier mu\u00df man immer wieder auf die zentrale Grundlage verweisen.<br \/>\n\u00e2\u20ac\u0153Der Mensch handelt\u00e2\u20ac\u009d. Was ihn antreibt, wei\u00df man grunds\u00e4tzlich erst mal nicht. Es gibt ein Ziel, es gibt Mittel , diese Mittel kann man eben kombinieren um zu einem Ziel zu kommen. Ein politisches Mittel ist nun mal der Zwang\u00e2\u20ac\u00a6 Gesetze sind heute gr\u00f6\u00dftenteils nicht mehr im Recht verankert sondern losgel\u00f6st davon. Ja es gibt diese Bindung noch in den ersten Gesetzen aber auch da sieht es IMHO nicht allzu gut aus: https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/\u00e2\u20ac\u00a6es-gg-gefunden\/.<\/p>\n<p>Es besteht so gut wie immer die M\u00f6glichkeit ein Ziel auf verschiedene Arten zu erlangen. Grunds\u00e4tzlich kann man unterscheiden<br \/>\n1) unter Zwangsandrohung<br \/>\n2) aufgrund von freiwilliger Zusammenarbeit<\/p>\n<p>Diese Weg steht jedem Menschen immer zur Verf\u00fcgung. Jeder kann einem Anderen die Pistole vor die Nase halten \u00e2\u20ac\u201c oder aber eben von Polizei vorhalten lassen und unter Androhung des Todes ein bestimmtes Verhalten erzwingen. Jeder kann aber auch Leute suchen und mit denen zusammenarbeiten. Das nur als Erinnerung.<\/p>\n<p>Ich pflege weder mich noch andere zu schonen, wenn ich mir so meine \u00e2\u20ac\u0153Gedanken\u00e2\u20ac\u009d mache. Hier also meine Analyse der aktuellen Situation \u00e2\u20ac\u201c auch in HInsicht auf Liber\/Libertarismus. Vor einiger Zeit schrieb ich: https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/\u00e2\u20ac\u00a6ichs-2013-1913\/. Heute mu\u00df ich das entweder etwas umschreiben oder dem etwas hinzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Ich finde der Vergleich mit den Zeiten vor dem Ende der Weimarer Republik (sp\u00e4ter 1920er Jahre\/ Anfang der 1920er Jahre) dr\u00e4ngt sich derzeit geradezu auf. Nehmt einfach mal an die FDP w\u00e4re eine liberale Partei \u00e2\u20ac\u201c ja ich wei\u00df ist sie nicht \u00e2\u20ac\u201c aber zumindest war sie es mal mehr als andere. Die FDP hatte ihr st\u00e4rkstes Ergebnis 2009 (siehe https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Freie_Demo\u00e2\u20ac\u00a6nisse_seit_1949) . Unsere Mitgliedszahlen so um 2011\/2012 waren bisher unsere h\u00f6chsten. Man kann ohne \u00dcbertreibung sagen: \u00e2\u20ac\u0153Wir sind die letzte liberale Partei in Deutschland\u00e2\u20ac\u009d.<\/p>\n<p>Nun seit dem gibt es nur eine Richtung f\u00fcr Liberale. Abw\u00e4rts. Auch andere kommen zu \u00e4hnlichen Schl\u00fcssen: http:\/\/sciencefiles.org\/2015\/11\/09\/liber\u00e2\u20ac\u00a6-polarisierung\/. Auch dort kann man eine Abw\u00e4rtstrend von den 20er Jahren an sehen. Dort dauerte es run 13 Jahre bis zu den Erm\u00e4chtigungsgesetzen. Betrachtet man die Afd einfach mal als \u00e2\u20ac\u0153rechter\u00e2\u20ac\u009d befindet sich diese vielleicht zu Beginn der 20 er Jahre oder aber am Anfang der 30 Jahre (mit sehr hohen Zuw\u00e4chsen) . Schwierig wird es bei der Zuordnung der CDU\/SPD. Ist das Zentrum? Bei Gr\u00fcnen und Linken kann man wohl durchweg von links sprechen. Also haben die dedizierten Linken derzeit so um die 20 % (siehe http:\/\/www.bundeswahlleiter.de\/de\/bundes\u00e2\u20ac\u00a6ndesergebnisse\/) Rechnen wir die SPD eher zu Linken kommen wir auf rund 45 %. Vergleicht das mal mit den Zahlen von den ScienceFiles.<\/p>\n<p>Sieht man als Zentrum die CDU liegt die bei erstaunlichen 40 % also sehr unterschiedlich zu den 1920\/30ern. Aber die letzten Umfragen, zeigen einen massiven Zustrom zur Afd (also eher rechter), die CDU verliert massiv und auch die SPD kommt eigentlich aus der \u00e2\u20ac\u0153Krise\u00e2\u20ac\u009d nicht mehr heraus. Aber zermalmt wurden\/werden die Liberalen. Die FDP ist innerhalb von nur 4 Jahren vom besten Ergebnis zu einem der schlechtesten gekommen. Wir haben ebenfalls massiv an Mitgliedern verloren. (wobei bei uns hausgemachte Sachen noch verst\u00e4rkend dazu kommen) .<\/p>\n<p>Nun die Frage werden die Menschen sich dieses Mal anders entscheiden? Hier verlasse ich den Pfad der Analyse und komme ins spekulieren. Ich denke man mu\u00df zugestehen, da\u00df ohne Kapitlismus das heute Wohlstandniveau unerreichbar gewesen w\u00e4re. Weder eine linke noch recht Politik mit einem starken Staat (und entsprechendem Mittelverbrauch) kann Wohlstand erzeugen. (Zitat dazu siehe:<br \/>\nhttps:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/\u00e2\u20ac\u00a609\/meine-linie\/) Auch von Mises hat ja klar gemacht, in einem Sozialismus gibt es keine Wirtschaftlichkeitsrechnung. Niemand wei\u00df was \u00fcbrig bleibt und niemand kann Kosten vergleichen. Fakt ist aber auch, im eigenen Interesse wollen Politiker immer ein mehr haben. Das liegt einfach daran, da\u00df Sie mehr versprechen als Sie mit den aktuell zur Verf\u00fcgung stehenden Mitteln \u00e2\u20ac\u0153drin\u00e2\u20ac\u009d ist. Der Staat ist national gesehen, der allergr\u00f6\u00dfte Verbraucher, kann aber selber eben nichts produzieren. Nat\u00fcrlich kann es Betriebe in staatlicher Hand geben, ob diese aber wirtschaftlich arbeiten oder nicht ist maximal zweitrangig, im Grunde aber unwichtig. Verluste k\u00f6nnen in sehr weiten Bereichen durch den R\u00fcckgriff auf die Steuerzahler (deren Eigentum ) erfolgen. Ein staatlicher Betrieb braucht niemals Gewinne ausweisen und kann trotzdem am Markt bleiben und nat\u00fcrlich auch jederzeit andere Anbieter unterbieten.<\/p>\n<p>Politiker sind nicht bl\u00f6d, aber auf eine bestimmte Art konditioniert. Das Eigentum andere ist f\u00fcr die Meisten Verf\u00fcgungsmasse, und was noch wichtiger ist Politiker haben sich das Geldsystem unter den Nagel gerissen und im Endeffekt werden deren Versprechungen durch den R\u00fcckgriff auf die Druckerpresse \u00e2\u20ac\u0153gel\u00f6st\u00e2\u20ac\u009d. Es handelt sich dabei nat\u00fcrlich nicht um ein L\u00f6sung sondern, dieses Mittel erm\u00f6glicht es den Staaten immer mehr MIttel f\u00fcr den eigenen Verbrauch zu requirieren. Es ist immer einfach in der Politik mehr zu versprechen weil die Finanzierung ja nie zweifelhaft ist. Alles m\u00fcssen Steuerzahler bezahlen. Das hier dann so getan wird als ob Staatsangestellte eine Leistung erbringen ( im Sinne von Produktion) \u00e2\u20ac\u201c ist eine der vern\u00fcnftigsten Entscheidungen der Politiker.<br \/>\nWarum ? Nun es ergibt den Eindruck als ob Staatsangestellte zur Finanzierung beisteuern w\u00fcrden. Was aber nicht m\u00f6glich ist, da der gesamte Lohn nur von den Produktiven gezahlt wird.<\/p>\n<p>Klar kann man es so machen: 100 \u20ac Lohn\/Gehalt in einem Staatsbetrieb = 35 \u20ac Steuern. Aber Fakt ist doch die 65 und auch die 35 \u20ac werden niemals von Staatsangestellten getragen. Das m\u00fcssen die Einnahmen von anderswo Arbeitenden sein. Ehrlicherweise schenkte man sich die Steuern oder andere Abgaben von Staatsangestellten. Korrekterweise m\u00fcsste man dann deren Beitrag zum Gemeinwesen als dicht bei 0 ansehen. Bei allen anderen Finanzierungsweisen gilt, wer das Geld mitbringt hat auch Rechte. Nur in diesem Fall l\u00e4uft es eben so. B\u00fcrgerrechte sind jederzeit durch weitere Gesetze beschneidbar und da die Angestellten des Staates auch w\u00e4hlen d\u00fcrfen \u00e2\u20ac\u00a6. Man kann nicht erwarten, da\u00df diese dann im gro\u00dfen Stil f\u00fcr eine andere Organisation des Staates w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Das Dilemma ist also einfach. Der Staat und dessen Angestellte sind f\u00fcr Ihre eigenes \u00dcberleben auf Wachstum angewiesen. Die Anforderungen zur Transferzahlungen steigen permanent und das kann man nur durch Wachstum anders wo erreichen. Weiterhin zu beachten. Gesetze werden von staatlichen Angestellten erdacht, entschieden und \u00fcberwacht. Somit ist klar bei immer gr\u00f6\u00dferen Anspr\u00fcchen wird das System immer rigider. Oder anders formuliert. Jeder Eingriff durch Zwang, wird durch andere Zwangseingriffe begleitet. Auch diese erh\u00f6hen IMMER die Kosten. Kosten die die Produktiven im Endeffekt aufbringen m\u00fcssen. Das geht alles bis zu einem gewissen Grad. Irgendwann werden die Einschr\u00e4nkungen zu gro\u00df und das System kommt einfach an Finanzierbarkeitsgrenzen.<\/p>\n<p>Und genau in diesen Zeiten wird das Heil in noch st\u00e4rkeren Eingriffen gesucht. Man braucht sich ja nur die Diskussionen \u00fcber Soli anzuschauen. Jede Steuer die geringer wird ist eine Existenzbedrohung f\u00fcr so gut wie alle Staatsangestellte. Jede Steuer sichert auch die \u00e2\u20ac\u0153Arbeitspl\u00e4tze\u00e2\u20ac\u009d von staatlichen Angestellten. Die Leute werden verzweifelter und statt mehr Freiheit zu fordern wird mehr Unfreiheit f\u00fcr bestimmte Gruppen die politische Richtlinie. Wenn also zu viele Transferzahlungen beziehen wollen, bleibt nur die Raubrate hochzuschrauben. Am Ende mu\u00df alles was verbraucht wird, auch produziert worden sein. Was ein Staat kann ist immer mehr Produkte der Produktion f\u00fcr sich selber zu verbrauchen\u00e2\u20ac\u00a6<\/p>\n<p>Es ist nicht so, da\u00df es daf\u00fcr keine aktuellen Beispiele g\u00e4be. Dazu braucht man sich nur die Finnanzierungsl\u00fccke aller Staaten anschauen. Die Erde l\u00e4uft auf einem Defizit. Was nur hei\u00dft, es wurde schon etwas verbraucht, was noch zu produzieren w\u00e4re. Kredit ist eine Spekulation auf eine Leistung der Zukunft. Und wie man sieht wird etwas in einem in Dollar bewerteten Betrag von irgendwo um 60 Bio oder so erwartet. Davon haben die Amis allein 17 Bio die EU irgendwo um 13 Bio China, Japan und Ru\u00dfland auch noch ein paar Bio. Das ist aber immerhin schon mehr als was in einem Jahr auf der ganzen Erde erzeugt wird ! Die Menschheit insgesamt kann nat\u00fcrlich belliebig in die Zukunft herein verbrauchen, jeder wei\u00df aber es gibt praktische Grenzen. Von denen sollte man sich fern halten, da man diese nicht \u00dcberschreiten kann. Sicher man kann versuchen mit einem Motorrad eine Kurve die maximal 50 km\/h vertr\u00e4gt mit 200 km\/h angehen. Das Ergebnis ist aber von vorneherein klar. Die Grenze bei Schulden ist nicht so offensichtlich, das ist ein Problem. Wie man sehen kann kommt Japan derzeit mit einer Verschuldung von 2 Jahren Produktion noch weiter. Will jemand wetten bei 120 Bio. w\u00e4re diese Schmerzschwelle weltweit noch nicht erreicht?<\/p>\n<p>Auch mit der Warnung die ich oben schrieb. Menschliches Verhalten ist nicht vorhersehbar und in \u00e4hnlichen Situationen mu\u00df nicht zwangsl\u00e4ufig immer gleich entschieden werden. Die Geschichte bisher zeigt aber doch meist \u00e2\u20ac\u201c auch diesmal ist es nicht Anders. Sollte ich daher mit meinem Vergleich nicht so weit daneben liegen und wird es auch diesmal nicht anders, mu\u00df mit einer weiteren Polarisierung gerechnet werden. Der Niedergang von liberalen Ideen, spricht ebenfalls f\u00fcr diese These. Anders w\u00e4re es, wenn auf einmal liberale massive Zustr\u00f6me zu verzeichnen h\u00e4tten. Es ist durchaus wahrscheinlich, da\u00df uns in n\u00e4chste Zeit schon einiges an Mitgliedern zuw\u00e4chst. Wird er Zuwachs gro\u00df genug sein? Zweifel sind im Hinblick auf die Geschichte durchaus angebracht.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns wird \u00e2\u20ac\u201c wie immer \u00e2\u20ac\u201c gelten, mitgefangen \u00e2\u20ac\u201c mitgehangen\u00e2\u20ac\u00a6.. Man kann nur hoffen, da\u00df der n\u00e4chste Zusammenbruch weniger blutig verl\u00e4uft. Was sagte ich Euch in meiner Antrittsrede?<br \/>\nhttps:\/\/www.youtube.com\/watch?v=D9neoSWYJNU um 4:40 herum \u00e2\u20ac\u0153wie blutig wird es?\u00e2\u20ac\u009d.<\/p>\n<p>Als letztes ein paar Unterschiede . In den 30 er Jahren war die Angst vor dem Sozialismus \u00e2\u20ac\u201c damals zu Recht (beweisbar Millionen von Tote durch sozialistische Regime) \u00e2\u20ac\u201c massiv ausgepr\u00e4gt. Heute ist diese Angst weitaus ausgepr\u00e4gter durch die Gefahr von rechts. Diese Angst speziell nur auf eine Seite ist unangebracht. Nationalsozialismus und Sozialismus eint die beliebige Gewaltaus\u00fcbung auf irgendwelche Gruppen, die Nazis sind ja mit Ihrem Judenhass nicht allein. Auf der linken Seite wird das heute als \u00e2\u20ac\u0153Kritik\u00e2\u20ac\u009d an Israel \u00e2\u20ac\u201c das mu\u00df ja wohl \u00e2\u20ac\u0153erlaubt\u00e2\u20ac\u009d sein. Nationalsozialisten und Sozialisten werden nur durch eine Str\u00f6mung bedroht \u00e2\u20ac\u201c den Liberalismus. Somit ist es kein Wunder wenn die beiden R\u00e4nder zunehmen bleibt f\u00fcr Liberalismus weniger Platz. Und auch das scheint sich zu wiederholen. Die Anzeichen sind da und es bleibt nur eine Frage. Wie werden die Leute diesmal entscheiden?<\/p>\n<p>Hier ist jeder Liberale\/Libert\u00e4re gefragt. Nehmt Stellung gegen diesen Wahnsinn und versucht lieber es diesmal wirklich anders enden zu lassen. Noch k\u00f6nnt Ihr Eure Meinung \u00e4u\u00dfern und noch sind nicht alle Parteien au\u00dferhalb der SED 2.0 verboten. <\/p>\n<p>Der Kommentar findet sich unter Merkeld\u00e4mmerung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ist ziemlich umfangreich und m.E. auch ziemlich gut: Warnung. Ich schreibe hier nicht im Namen der PDV, sondern aus meiner Sichtweise. Welche das ist k\u00f6nnt Ihr jederzeit hier nachlesen: https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/ Ich gehe hier auf Geschichtliches zur\u00fcck und auf die Grundlagen die von Mises in Human Action benutzt. 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