{"id":5738,"date":"2013-05-01T07:45:00","date_gmt":"2013-05-01T05:45:00","guid":{"rendered":"http:\/\/fdominicus.freecapitalists.org\/2013\/05\/01\/kann-nicht-funktionieren\/"},"modified":"2013-05-01T07:45:00","modified_gmt":"2013-05-01T05:45:00","slug":"kann-nicht-funktionieren-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.q-software-solutions.de\/blog\/2013\/05\/kann-nicht-funktionieren-2\/","title":{"rendered":"Kann nicht funktionieren"},"content":{"rendered":"<p>gehen wir nur von folgender-\u00a0Voraussetzung-\u00a0aus: H\u00f6hrere Preise &#8211; geringere Nachfrage; niedrigerer Preis &#8211; h\u00f6here Nachfrage.<\/p>\n<p>Betrachten wir zwei verschiedene Bereiche wo diese-\u00a0grundlegende-\u00a0Voraussetzung-\u00a0nicht zutreffen soll? Es wird behauptet wir sollten unsere L\u00f6hne erh\u00f6hen um die Binnennachfrage zu erh\u00f6hen. Nun es zeigt erst mal ein grundlegends Unverst\u00e4ndnis wir L\u00f6hne ausgehandelt werden. Von staatlicher Seite ist das gl\u00fccklicherweise nur f\u00fcr die Jobs zu machen die direkt dem Staat unterstehen. Diese sind aber alleine durch den Aufbau niemals produktiv. Die Bezahlung erfolgt durch Staaten die dieses Geld von Ihre B\u00fcrgern rauben.<\/p>\n<p>Aber nehmen wir an wir k\u00f6nnten von jetzt auf gleich ALLE L\u00f6hne um sagen wir mal 100 % erh\u00f6hen. Nun kann man schon sehen, da\u00df kann nicht funktionieren. Denn sagen wir der Einfachheit halber einmal die Nachfrage w\u00fcrde sich nur um 75 % erh\u00f6hen (der Rest w\u00fcrde schlauerweise gespart) tr\u00e4fe diese Nachfrage auf ein prinzipiell unver\u00e4ndertes Angebot. Man kann sich zwar w\u00fcnschen, es seien 100 t mehr Mais da, aber existent ist der Mais dann noch lange nicht. D.h. also die Nachfrage w\u00fcrde zwar auf alle Bereiche auswirken, bei einigen aber mehr und bei anderen weniger. Da das Angebot auf kurze Sich inflexibel ist, kann nicht soviel geliefert werden wie gewollt. Das Ergebnis sind Preissteigerungen. Nat\u00fcrlich w\u00fcrde das Angebot mit der Zeit ausgedehnt werden, nun ist aber die Frage wie kann dieses Mehrangebot produziert werden? Nun braucht es dazu nicht mehr Arbeitskr\u00e4fte sondern die Produktion wird mit vorhandenen Mitteln ausgedehnt, wird eben mehr produziert, die Gewinn der Unternehmen werden steigen. Was durchaus auch zu einer erh\u00f6hten Nachfrage nach Arbeitskrat f\u00fchren kann. Nur werden die Leute auf Dauer mit dem gleichen Lohn &#8222;zufrieden&#8220; sein? Nein es wird auch hier zu Preiserh\u00f6hungen kommen, was &#8211;\u00a0nur hei\u00dft die Preise f\u00fcr die G\u00fcter m\u00fcssen steigen. Somit w\u00fcrde sich irgendwann ein neues &#8222;Gleichgewicht&#8220; einstellen. Die Leute werden aber merken im Gro\u00dfen und Ganzen werden sich die Preise erh\u00f6ht haben und viele werden Ihren Arbeitsplatz verloren haben. Dieses mehr an Arbeitslosen und h\u00f6heren Preisen wird das erh\u00f6hte Angebot zusammenbrechen lassen und noch mehr Arbeitslose werden als Nachfrager ausfallen.<\/p>\n<p>Die Idee die Massenkaufkraft zu &#8222;st\u00e4rken&#8220; kann so nicht funktionieren. Jedenfalls nicht durch \u00e4u\u00dfere Ver\u00e4nderungen. Das ganze kann nur gehen indem die Produktionsbasis stetig ausgeweitet wird, man also mehr G\u00fcter hat, die normalerweise f\u00fcr fallende Preise sorgen w\u00fcrden. Dieser Weg ist aber durch Gewerkschaften, Staaten und Zentralbanken versperrt und daher profitieren gerade die Leistenden wenig von der Produktivsteigerung. Das wird durch immer h\u00f6here Anspr\u00fcche an die Leistenden aufgefressen (im wahrsten Sinne des Wortes)<\/p>\n<p>Gehen wir nun nach Griechenland kann man die Auswirkungen sehen. Mehr als ein Viertel sind arbeitslos und unter den J\u00fcngeren mehr als 50%. Was nur hei\u00dft die Nachfrage ist derzeit v\u00f6llig am zusammenbrechen. Alle H\u00f6herwertigen G\u00fcter sind davon mehr betroffen als die G\u00fcter f\u00fcr die Basisversorgung. Egal ob man Milliard\u00e4r, Million\u00e4r oder arbeitslos ist. Jeder braucht Nahrung und Wasser, fast jeder Unterkunft. Diese arbeitslosen werden immer noch irgendwie versorgt, leisten aber dazu nur minimal selber etwas. Das kann nicht funktionieren. Somit bleibt in Griechenland nur ein Weg die L\u00f6hne werden massiv fallen. Sei es ehrlich in dem sie sinken oder auf verlogene Weise durch erh\u00f6hte Preissteigerungen. Da es immer noch viel zu viele Unproduktive gibt, wird der Abfall bei den Privaten noch schlimmer werden. Irgendwer bezahlt die Rechnung immer. Die unproduktiven Staatsangestellten, k\u00f6nnen nie produktiv werden, m\u00fcssen also<u> immer<\/u> alimentiert werden.<\/p>\n<p>Das weitere Problem der Griechen wird ein Verzehr des Kapitalstocks sein. Verbraucht man sein Geld f\u00fcr konsumtive Zwecke bleibt nun mal weniger f\u00fcr investive Zwecke \u00fcbrig. Egal wie man es sich w\u00fcnscht, ein Euro kann man nur einmal ausgeben. Ohne Kapital kann man aber keine Arbeitspl\u00e4tze schaffen, man braucht dazu einen Grundstock an erspartem und eine Idee in welchem Bereich die-\u00a0Investitionen-\u00a0sich lohnen k\u00f6nnten. Es ist auch v\u00f6llig unzweifelhaft, da\u00df in den BRICS Staaten der Baubereich zu viel Kr\u00e4fte gebunden hat, auch diese werden wegfallen. Insgesamt werden sich alle Produktionsketten k\u00fcrzen . Man hat nicht die Zeit und das Geld in h\u00f6herwertige Produkte zu investieren, weil es n\u00f6tig ist die &#8222;Grundbed\u00fcrfnisse&#8220; von so vielen abzudecken. Griechenland wird also auf nahe Zukunft einen massiven Wohlstandsverlust verzeichnen. Die gew\u00e4hlten Mittel dagegen anzugehen sind im Gro\u00dfen und Ganzen untauglich. Die heute noch geleisteten Transferzahlungen werden noch weitaus geringer werden. Irgendwann werden auch die Jugendlichen aufwache m\u00fcssen und Arbeiten erledigen zu denen Sie heute nicht bereit sind. Acker gibt es auch in Griechenland&#8230;.<\/p>\n<p>Insgesamt kann man zusammenfassen. Der angebliche Wohlstand war auf Sand (lies Kredit) gebaut, und es zeigt sich mal wieder, durch Schulden kann man nicht reich werden. Sondern nur durch produzieren, verkaufen und sparen. Die S\u00fcdl\u00e4nder werden auf eine Stufe vor der Einf\u00fchrung des Euro zur\u00fcckfallen. Die Schulden werden nicht bedient werden k\u00f6nnen, die derzeit geleisteten Transferzahlungen werden auf die eine oder andere Art entfallen.<\/p>\n<p>Es g\u00e4be die M\u00f6glichkeit die Heilung beginnen zu lassen. Dieser Weg wird derzeit nicht gegangen und die Kreditexpansion ist noch nicht zum Stillstand gekommen. Das Ergebnis wird mit jedem Jahr schlimmer&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>gehen wir nur von folgender-\u00a0Voraussetzung-\u00a0aus: H\u00f6hrere Preise &#8211; geringere Nachfrage; niedrigerer Preis &#8211; h\u00f6here Nachfrage. Betrachten wir zwei verschiedene Bereiche wo diese-\u00a0grundlegende-\u00a0Voraussetzung-\u00a0nicht zutreffen soll? Es wird behauptet wir sollten unsere L\u00f6hne erh\u00f6hen um die Binnennachfrage zu erh\u00f6hen. Nun es zeigt erst mal ein grundlegends Unverst\u00e4ndnis wir L\u00f6hne ausgehandelt werden. 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