Die Landwirtschaft in Westdeutschland wurde seit dem Krieg stark unterstützt. Verlässliche jährliche Gesamtsummen sind vor allem ab den 1960er Jahren gut dokumentiert, weil ab 1962 die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäische Wirtschaftsgemeinschaft eingeführt wurde.
Grobe Entwicklung der Agrarsubventionen (Westdeutschland)
| Zeitraum | geschätzte staatliche Unterstützung pro Jahr | Bemerkung |
|---|---|---|
| 1946–1955 | ca. 0,5 – 1,5 Mrd. DM | Wiederaufbau, Preisstützung, Marshallplan-Hilfen |
| 1956–1961 | ca. 1,5 – 3 Mrd. DM | Marktordnungen, zunehmende Preisstützung |
| 1962–1970 | ca. 3 – 6 Mrd. DM | Beginn der EWG-Agrarpolitik |
| 1970–1980 | ca. 8 – 14 Mrd. DM | starke Preisstützung, Überschüsse („Butterberg“) |
| 1980–1990 | ca. 14 – 20 Mrd. DM | hohe Garantiepreise, Exporterstattungen |
Anteil am Staatshaushalt
- 1950er: etwa 5–8 % des Bundeshaushalts
- 1970er: etwa 10–12 % (inkl. EWG-Beiträge)
- 1980er: etwa 10 %
Struktur der Förderung
Die meisten Subventionen waren nicht direkte Geldzahlungen, sondern:
- garantierte Mindestpreise für Produkte
- Interventionskäufe (staatlicher Aufkauf von Überschüssen)
- Exportsubventionen
- Investitionshilfen und Strukturprogramme
Gesamtvolumen (grobe Größenordnung)
Wenn man 1946–1990 aufsummiert:
- ungefähr 350–450 Milliarden DM staatliche Unterstützung für die Landwirtschaft in Westdeutschland.
Vergleich
Ende der 1980er:
- Landwirtschaft: ca. 3–4 % der Beschäftigten
- erhielt aber ~10 % der öffentlichen Mittel über Agrarpolitik.
Wenn gewünscht, kann ich auch eine genauere Tabelle 1950–1990 mit Jahreswerten erstellen (Bund + EWG getrennt).
Das waren mein Vater und ich gegenteiliger Meinung. Subventionen für die LW müssten sein und seien richtig. Zu der Zeit war ich noch unter 20 und habe gesagt: Nein, sind sie nicht!