Lackmustest II

Weil ich der PDV mit helfen wollte-  bin ich auf FB eingetreten. Und gerade heute stolpere ich über:

Posted by Fri Dom on Samstag, 15. Juli 2017

 

Das wurde mehrfach geteilt und einer schreibt was von “Rassismus”. Ich kann mich nicht mehr beherrschen, kann man wirklich nicht verstehen was Rassismus ist?-  Und ich kann absolut nicht verstehen, welcher Liberale damit ein Problem hat wenn man zu bestimmten Zeiten eben auch auf Frauen als Kunde verzichten möchte. Man es gibt “nur für Frauen”, was ist mein Problem als Mann mit so was. Sollen Sie doch männerlos über die Stränge schlagen oder es lassen.

Hat mich einfach nicht zu jucken…

4 Gedanken zu „Lackmustest II

  1. Friedrich Beitragsautor

    Nun das habe ich ja getan: ” Fragen die man da stellen könnte. Warum findet dieser Friseur keine Leute denen es egal ist wen Sie bedienen? Wenn er halt nun mal nur jemanden findet der nur Männer die Haar schneidet soll er darauf verzichen auf die Befindlichkeiten von Leute einzugehen, die meinen man MUSS jeden bedienen? Was für ein Wahnsinn in dieser Zeit. Liberalismus beinhaltet immer das Recht zu diskriminieren. Es geschieht nämlich auf eigene Kosten. Wie kann man so sozialistisch eingestellt sein, eine Bedienung von jedem Kunden als gerechter Forderung aufzustellen.

    Kniefall vor dem Islamismus wird denen vorgeworfen. Sorry, das ist an Armseligkeit kaum zu übertreffen. Wer sich dadurch gestört fühlt, besucht diesen Friseur nicht mehr, nennt sich Kapitalismus. Der Kunde ist König aber niemand muß einen König bedienen wenn er nicht mag. So werdet verdammt noch mal damit fertig, daß einige eben sagen. Leckt mich, ich will hier keine Frauen haben.” Ebenda als Kommentar von mir

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    1. Maxx

      “Was für ein Wahnsinn in dieser Zeit. Liberalismus beinhaltet immer das Recht zu diskriminieren. Es geschieht nämlich auf eigene Kosten. Wie kann man so sozialistisch eingestellt sein, eine Bedienung von jedem Kunden als gerechter Forderung aufzustellen.”

      – Sehe ich auch so. Ich hege ja große Sympathie für Ihre ultraliberale Position, weil ich sie für ehrlich halte und Sie dies auch glaubhaft verköpern, wie ich denke. (Zumal wir in diesem klassischen Falle gar nicht wissen, ob der Mann überhaupt Moslem ist und aus welchen Motiven da keine Frauen bedient werden sollen. Mir sowieso egal … ich schneide mir meine Haare selbst :- )
      Aber wir sehen, dass die Menschen bei derlei Meldungen immer misstrauischer werden, und das hat ja auch Gründe …

      Man darf eben nie das konkret vorgefundene gesellschaftliche Umfeld außer Acht lassen.
      Da sieht es z.B. eher so aus, wie wie vor drei Wochen in Berlin geschehen, dass der Staatschutz (!) gegen einen Taxifahrer ermittelt, der es ablehnte, einen Transvestiten zu befördern; oder Nachtklub- und Diskothekenbesitzer verklagt werden, die (aus Angst vor Gewalt gegen Frauen) keine Nafris einlassen wollen, oder eine Rossmann-Kassierin der Diskriminierung beschuldigt wurde, weil sie sich einer asiatisch aussehenden Kundin gegenüber angeblich etwas barsch gab, sich aber ansonsten korrekt verhielt.
      Ich weiß natürlich, sie und ich dies klar ablehnen – aber das spielt für die Betroffenen und die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit keine Rolle.
      Wir leben per se eben nicht in einer wahrhaft liberalen, sondern eher einer sich wandelnden, zunehmenden totalitär werdenden Gesellschaft. Und unter totalitären Zuständen werden liberale Einstellungen von den herrschenden Gruppen zur Durchsetzung ihrer Ziele missbraucht. Ähnlich wie man damals seitens der SED die Vertreter der (kirchlich gesteuerten) Friedensbewegung in der DDR goutierte, solange und sofern sie nur die Nato-Atomraketen in der BRD anprangierten, jedoch die eigene Rüstung und die sowjetischen SS-20 unerwähnt ließen ….
      Die Gefahr sehe ich da jedenfalls, dass liberale Grundüberzeugungen immer nur von der einen Seite ausgenutzt werden … Wie gesagt, nur Gedanken. Ihren Standpunkt kann ich nachvollziehen und stimme ihm persönlich zu.

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      1. Friedrich Beitragsautor

        “Wir leben per se eben nicht in einer wahrhaft liberalen, sondern eher einer sich wandelnden, zunehmenden totalitär werdenden Gesellschaft. Und unter totalitären Zuständen werden liberale Einstellungen von den herrschenden Gruppen zur Durchsetzung ihrer Ziele missbraucht. Ähnlich wie man damals seitens der SED die Vertreter der (kirchlich gesteuerten) Friedensbewegung in der DDR goutierte, solange und sofern sie nur die Nato-Atomraketen in der BRD anprangierten, jedoch die eigene Rüstung und die sowjetischen SS-20 unerwähnt ließen ….”

        Das ist der springende Punkt und genau die anderen Beispiele sind der springende Punkt. Eben was Sie von mir zitieren: “„Was für ein Wahnsinn in dieser Zeit. Liberalismus beinhaltet immer das Recht zu diskriminieren. Es geschieht nämlich auf eigene Kosten. ”

        Wenn man nicht mehr diskriminieren kann ist jede Freiheit verschwunden. Wen muß /kann/darf ich dann bedienen bei wem kann/darf/muß ich einkaufen? Das ist genauso wenn man als staatliche Antwort auf ein Auto nur einen Trabbi bekommt. Sogar dort in der DDR gabe es andere Marken!

        Mir gefällt der Begriff ultraliberal nicht, das sieht nach Bindestrich-Liberalismus aus. Egal wie diskreditiert lberal mit allen Voran und Nachstellungen sein mag. Liberal heißt im Kern Leben und Leben lassen. Und es bedeutet auch Leute meiden zu können die man nicht mag. Kurz liberal fasst Baader so kurz zusammen: “”Das einzig wahre Menschenrecht ist das Recht, in Ruhe gelassen zu werden – von jedem, den man nicht eingeladen hat oder den man nicht willkommen heißt.” — Roland Baader”

        Ich gönne wirklich jedem das Umfeld was er sich wünscht. Es gibt von mir nur die einzige Einschränkung auf eigene Rechtnung. Wer also BGE haben will soll sich einer Gruppe anschließen die das auch will, Wer es nicht will muß das nicht müssen. Kurz ich verlange das andere Menschenrecht, daß ich wählen kann was ich mir wünsche und wenn ich niemanden finde der mir das anbieten will ist da mein persönliches Pech. Jeder andere hat eben auch das Recht von mir in Ruhe gelassen zu werden.

        Wenn jemand meint jeder sollt e dasselbe haben auch hier gerne, solange ich mich dem nicht beugen muß. Wenn jemand meint Sozialversicherung ist das beste seit geschnitten Brot. Auch dann gerne für Ihn und alle dies es auch wollen, aber wenn ich es eben anders geregelt haben will, muß ich nicht mitmachen, und klar habe ich dann auch keinen Anspruch darauf.

        Kurz Recht und Pflichten müssen ausgewogen sein. Es kann nicht sein, daß mir irgendwer nur Pflichten auferlegt und ich dafür keine Recht erhalte. Es kann nicht sein, daß mir unter Gewaltandrohung mein Eigentum abgenommen wird für ein wie auch immer aussehendes “höheres” Gut

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  2. Max

    Haha, musste gerade lachen, als ich das sah. Tja, ja, sehe ich aber grundsätzlich auch so wie Sie.
    Regelt ja (normalerweise) der Markt – solch ein Friseur würde vermutlich Umsatz und Gewinn verlieren.
    Hier ist allerdings auch zu bedenken, warum man denn auf Teufel komm raus einen syrischen Friseur einstellen (oder ausprobieren) möchte, der keine Damen also die halbe Kundschaft nicht bedienen möchte.
    Wohl aus finanziellen Motiven, weil der Staat zeitweise die Lohnkosten und Zuschüsse bezahlt…. und man sich dadurch einen Kosten- oder einen Wettbewerbsvorteil aus politischen Gründen verspricht. Markt soll also sowieso umgangen werden.

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