Warum ich C so mag

Es geht an die Programmierer. Ich bin ein wirklich äonenalter Linux Benutzer, wer kennt noch die großen Floppy Discs? und die kleineren “gigantischen” mit 720 kb Speicherkapazität? ;-). Seit Suse 0.x whatever benutze ich Linux, man kann schon sagen, ich war ziemlich am Anfang mit dabei. Zu Unix bekam ich Kontakt in der Uni, damals mit Xenix und SCO Unix. Und wir hatten damals Rechner wo ein Eiffel-Compiler lief mit 4 oder so Benutzern, das waren noch “begrenzte” Ressourcen und Eiffel eine der Sprachen mit autom. Gargabe Collection.

Wie auch immer zwischen drin hatte ich mich mal für X-Windows Programmierung erwärmt und damals war das “tolle Kind” Motif. Wirklich lange her. Heute browse ich durch alte Quellen und finde die Quellen für das Buch: https://www.oreilly.com/openbook/motif/vol6a/Vol6a.pdf

Und da denk ich mir, probiere es doch mal. Klappt natürlich erst mal nicht, aber Motif-libraries auf den Rechner, make und die Programme werden erstellt und laufen.

Wegen solcher Dinge liebe ich irgendwo C. Es ist eine wirklich einfache Sprache und es gibt nichts, was man an Sicherheit so kennt. (Zugiff auf Felder!) Aber unsere gesamte IT-Infrastruktur wäre ohne C nicht wie sie heute ist. C verändert sich wirklich kaum mehr und das seit mehr als 40 Jahren. Das ist eine der Konstanten in der Programmierwelt.

Man kann C zügig lernen, es aber zu können, wird wohl kaum je jemand zu 100 % von sich behaupten… Es sind wahrscheinlich die meistgetesteten Compiler auf dieser Erde und wie man sehen kann, selbst Quellcode von vor 30 Jahren kann man heute noch ohne Aufwand zum Laufen bekommen.

Versuchen Sie das mal mit einem Uralt Java Programm, einem Python Programm oder irgendeiner anderen Programmiersprache außer vielleicht Fortran, vielleicht Common Lisp, vielleicht MIT-Scheme und anderen “Exoten”.

Ein Gegenbeispiel: Meine Diplomarbeit habe ich in Eiffel geschrieben, glauben Sie ja nicht, ich könnte das Programm heute ohne Änderungen zum Laufen bringen, das können Sie “vergessen”. Ich wollte mir aus Jux-und Dollerei mal die Quellen vornehmen und für heute lauffähig machen, aber wirklich weit gekommen bin ich noch nicht. Ich denke 1-2 Wochen Arbeit müsste ich schon rein stecken

Und da kommen die Quellen von O’Reilly daher (so um die 30 Jahre alt) , ich installiere die Bibliotheken und tippe dann nur “make” und dass compiliert und läuft. Quellen die, an die 30 Jahre, alt sind!

So was kann mich tatsächlich begeistern. Es gilt natürlich nicht für alle C Programme. So werden sie sich schwarz ärgern wenn Sie noch GTK1 Kram haben sollten…, man kann es noch mit den alten libraries hinbekommen aber es einfach so auf GTK2 oder gar 3 umzustellen – vergessen Sie es.

Man kann in C extrem langlebig programmieren. Das können im ganzen Programmiersprachen-Urwald nur die wenigsten. Es muß alles immer “toller” besser sein aber wehe es soll “bleiben”. Wenn Sie wirklich was für die Nachwelt programmieren wollten, dann müssen Sie C beachten.

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