Logik

Hier möchte ich heute etwa ausführen, worauf ich bei Telepolis wirklich keine Lust habe.
Dazu muß ich Sie bitten
https://www.heise.de/tp/features/Klimawandel-Gab-es-schon-immer-4492900.html

Was ich dort schrieb können Sie auch gerne nachlesen: https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Klimawandel-Gab-es-schon-immer/Ich-habe-so-meine-Zweifel/thread-6089357/#posting_35065443, https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Klimawandel-Gab-es-schon-immer/Falsche-Aussage/thread-6089669/#posting_35067232

Ich habe meine Zweifel an der Behauptung ausgedrückt, daß der  Autor ein Ingenieur sei. Weil mir dort zu viele Schlagworte und IMHO falsche Aussagen vorkamen, speziell unter Punkt II

Fangen wir mal an:

II. Klimawandel gab es schon immer

2.1 Konsens in der Sache

Diese Tatsache wird übrigens von keinem seriösen Wissenschaftler oder Klimaforscher in Abrede gestellt. Alle sind sich dessen bewusst. Was also soll diese triviale Feststellung, über die allgemeiner Konsens besteht?

Diese Triviale Feststellung ist eine Tautologie, man kann diese aber nicht beliebig erweitern und dabei davon ausgehen es bleibt bei einer Tautologie.

Mein erster Punkt den auch als falsch bezeichnete war das hier:

Klimawandel gab es schon immer …”

Im Grunde ist das ein Rückzugspseudoargument, welches indirekt eingesteht, was vor noch nicht allzu langer Zeit glattweg geleugnet wurde: Dass sich aktuell das Klima erwärmt.

Er behauptet also es sei ein Konsens, damit kann ich mich identifizieren. Warum diffamiert er aber am Anfang Leute die diese Banalität aussprechen als Rückzugspseudoargument. Ist es nun Konsens oder Pseudo?

Ich habe behauptet diese Aussage ist falsch. Sie können die Reaktionen bei TP nachlesen.

Es geht aber gleich weiter:

2.2 Falsche Schlussfolgerung

Aus dem Umstand, dass frühere Klimawandel natürlich waren, wird mehr oder minder explizit insinuiert, dass damit auch der aktuelle natürlichen Ursprungs sein müsse. Das wäre in etwa so wie die Behauptung, dass aktuelle Waldbrände nicht durch Brandstifter gelegt sein könnten, weil es natürliche Waldbrände schon seit jeher gegeben habe. Ein klassischer Trugschluss unzulässiger Verallgemeinerung.

Er behauptet also das aus
Klimawandel gibt es ohne weiteres werden kann Weil die anderen Klimawandel “natürlich” waren muß es auch dieser Sein. Bei ihm wird aius Klimawandel gibt es, Klimawandel muß natürlich sein.
Bisher waren alles natürliche Klimawandel aber dieser ist speziell und ein Menschen gemachter. Das ist eine unzulässige Verallgemeinerung. Das es Klimawandel gibt, sagt über den Ursprung erst mal nichts aus. Die Behauptung dieser sei ein menschengemacht ist eine unzulässige Folgerung. Derzeit ist die menschengemachte Klimaänderung eine Hypothese, deren Überprüfbarkeit einfach nicht gegeben ist. Wer was anderes behauptet – lügt und hat irgendein anderes Ziel.

Wir haben also in kurzer Zeit Widersprüche und in der Form unzulässige Folgerungen. Genau das habe ich – denke ich – auch so geschrieben. Machen Sie sich bitte selber ein Bild,  es kann nicht meine Aufgabe sein bornierte Leute Ernst zu nehmen.

Mach ich noch ein wenig weiter

2.3 Weltuntergang?

Mitunter wird ein “und damals ist die Welt auch nicht untergegangen” angefügt. Nur: Niemand hat das Gegenteil behauptet! Kein seriöser Klimatologe behauptet, die Klimaerwärmung würde “die Erde zerstören”. Wie auch? Jeder weiß, dass Klimaerwärmungen keinen Planeten zerstören können.

Ergo: Es handelt sich um ein klassisches Scheinargument in Form eines Strohmanns. Dabei wird etwas widerlegt, was niemand behauptet hat. Oberflächlich behält man damit zwar Recht, hat aber in Wahrheit nichts zur Sache beigetragen, sondern nur Rezipiententäuschung betrieben.

 

Warum wird dann mit Weltuntergangszenarien gedroht?
Siehe: https://www.salonkolumnisten.com/wir-sind-noch-einmal-davongekommen-2/

Er behauptet, das sage niemand, es drohe ein Weltuntergang: https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13689399.html
Was steht dort “nur noch 30 Jahre” Der Club of rome hat in 1970 für 2000 schon die Erschöpfung vieler natürlicher Ressourcen angekündigt. Kurz er behauptet niemand behaupte es gehe auf den Untergang zu aber MAN MUSS offensichtlich was machen – warum?

2.4 Kein Handlungsbedarf?

In sehr seltenen Fällen wird dann noch etwas nachgeschoben im Sinne von “… und das hat der Mensch auch überlebt”. Die dahinter stehende Implikation lautet: “Was soll dann die ganze Hysterie? Ist doch nicht weiter schlimm – ein Handlungsbedarf ist ‘also’ nicht gegeben”. Aber stimmt das tatsächlich?

Während “Klimawandel gab es schon immer” noch eine unbestrittene Tatsache ist (2.1), handelt es sich bei “dann ist doch auch der aktuelle unproblematisch” um eine zutiefst fragwürdige “Schlussfolgerung”. Warum?

Was schrieb ich, es soll keinen Weltuntergang geben aber wenn  nichts passiert könnte er doch drohen?  Ich würde nie behaupten, daß ein Klimawandel kein Problem sein könnte. nur es spielt keine Rolle, da wir uns genau dann anpassen müssen wenn sich das Klima ändert, Es wird aber so getan als ob die heutigen Aktionen des Menschen das Klima werden stabilisieren oder verändern können. Das ist Vermessenheit und IMHO vergleichbar mit der Behauptung die Erde sei der Mittelpunkt des Planetensystems.

 

2.5 Rahmenbedingungen

Inwiefern unterscheiden sich die aktuellen Rahmenbedingungen von denen früherer Klimawandel?”

Berechtigte Frage, die Antwort bleibt der Autor schuldig. Ist es vermessen zu glauben er geht von ungleichen Rahmenbedingungen aus?

2.5.1 Zeiträume

In keiner für Menschen relevanten Ära hat eine Klimaerwärmung dermaßen schnell stattgefunden.”

 

Eine Behauptung die mit nichts untermauert wird. So sieht Logik Ex cathedra aus. Kraft meines Amtes und übertragend guten Kontakts zu Gott, erzähl ich ich Euch so was. Man schlage nur mal das dunkle Mittelalter nach. Man schlage Kälteeinbruch nach. Man schaue wo sich Hochkulturen entwickelten..

2.5.2 Temperaturen

In keiner für die Menschheit relevanten Zeiten, d.h. nicht in den letzten 11000 Jahren, lag die klimatisch gemittelte Temperatur so hoch wie jetzt: Die vier letzten Jahre (2015-18) waren die wärmsten seit Messbeginn.

Von den notorischen Klimawandeilleugnern (mg) wird dies unter Verweis auf eine eike-Grafik bestritten. Was davon zu halten ist wird von Prof. Rahmstorf unter Frage 2 entlarvt.”

Er argumentiert mit lächerlichen 4 Jahren gegen eine Zeitspanne von 11 000 Jahren und selbst da gibt es den Fehler, weil es zwischen drin eben Wärmezeiten gab wo es wärmer wurde. Wo und wann sich Klima ändert kann man nur im Nachhinein feststellen.  Nehmen wir an in 2010 sei die Temperatur 13° dann können wir in 2040 nachschauen ob von das an sich die Daten änderten. Die industrielle Revolution ist nun ca 150 Jahre her:
Werte soll es hier geben:http://www.klimawandel-in-deutschland.de/temperatur.html

2.5.2.1 “above deadly threshold”

Weite Teile Afrikas und Südamerikas werden wegen Temperaturen, wo das menschliche Eiweiß denaturiert und ein Leben verunmöglicht, unbewohnbar werden. Dort und in gewissen anderen Gebieten werden die Temperaturen jenseits einer tödlichen Schwelle liegen.

Warum droht er mit Räumen die völlig leblos werden? Wie war das noch mit dem “Ausfall des Weltuntergangs”?
“http://www.landschaftsmuseum.de/Seiten/Lexikon/Klima-3.htm”

 

2.5.3 Globaler Umfang

Frühere Klimaschwankungen traten vor allem regional und zu unterschiedlichen Zeiten auf. Gemäß einer Studie von Schweizer Forschern würden im Gegensatz zu früher zurzeit die Temperaturen überall auf der Welt und gleichzeitig steigen.”

Das ist eine falsche Aussage, die ganze Erde befindet sich in Kälte oder Wärmezeiten und das es ein globales Phänomen war belegen Geologen und Biologen spielerisch.

“2.5.4 Weltbevölkerung

Der mit Abstand wichtigste bedeutendste Sachverhalt ist jedoch, dass während keiner Klimaerwärmung zuvor die Erde auch nur ansatzweise so stark bevölkert war wie derzeit. Im Jahre 0 lag die Weltbevölkerung bei unter 200 Millionen, in weiter zurückliegenden Zeiten nochmals erheblich weniger. Aktuell leben jedoch über 7,7 Mrd. Menschen auf der Erde (rund Faktor 40 im Vergleich zum Jahre 0).!”

Hier gibt es tatsächlich keinen Zweifel und diese Aussage ist richtig

2.5.4.1 Küstennahe Ballungszentrenwärmezeiten kaltzeigen

Schon jetzt ist der von Klimamodellen vorausgesagte Meeresanstieg zu verzeichnen. Dieser wird jedoch weitergehen, wenn nicht geeignete Gegenmaßnahmen getroffen werden. Große Küstenstädte wie Hamburg oder Bremen werden dauerhaft unter Wasser stehen. Die Niederlande wird großenteils geflutet sein. Gemäß einer aktuellen Studie des Earth Institute der US-amerikanischen Columbia University werden im Jahr 2025 der 2,75 Milliarden Menschen in der Nähe des Meeres leben.

Das ist wieder dicht an Weltuntergang. Selbst wenn das Meer ansteigen würde, wäre die heutigen Aktionen irrelevant. Denn damit würde man ja implizieren, wenn wir heute was machen können wir aktiv das Klima auf der Erde verändern. Das können wir nicht. Was wir können und machen werden. Wir werden sehr viel höhere Dämme bauen. Wie es gehen kann machen und die kleinen Niederlande vor.

2.6 Konsequenzen

Worum es tatsächlich geht, räumt auch gleich mit der Kritik am Begriff “Klimaschutz” auf, welche da lautet, dass das Klima nur ein Mittelwert sei und sich weder dieser noch das Klima schützen ließe. Eine weitere Klimaerwärmung wird jedoch die Zivilisation, wie wir sie jetzt noch kennen, zerstören:

Die Klimaerwärmung wird Landstriche, wo derzeit noch mehrere Hunderte Millionen bis zu einer Milliarde Menschen leben, in unbewohnbare Regionen verwandeln. Diese ums Überleben bemühten Menschen werden sich in Bewegung setzen und in andere Regionen ziehen, wo ein Leben noch möglich ist. Aufgrund der hohen Weltbevölkerung können diese aber eben im Gegensatz zu früheren Zeiten der Klimaerwärmung nicht einfach in einem langen Migrationsprozess in noch hinreichend “freie Gebiete” übersiedeln.”

Völkerwanderungen gab es in der Vergangenheit auch schon und ja die waren blutig. Das es wieder so kommen wird, ist wahrscheinlich.  Sollten wir uns aber mit allen Mitteln bekriegen, dann  dürften wir in einem atomaren Eiszeitalter landen. Was aber auch passieren kann, ehemals “unbewohnbare” Flecken werden bewohnbar. Siedlungen auf Grönland- durchaus im Bereich des möglichen. Aber betrachten wir Länder wie Saudi-Arabien, Katar, Dubai etc. und schauen wir mal wo es die meisten Millionenstädte gibt, dann stellen wir auch fest, alle befinden sich unterhalb des nördlichen Polarkreise und oberhalb des südlichen Polarkreises. Die Meisten Menschen dürften so um die 30 ° um den Äquator leben. Und was zeichnet das Klima um den Äquator aus?

Fakten die spielerisch ausgeblendet werden. Noch vermuten die meisten Wissenschaftler die Wiege der Menschheit in Afrika und Afrika ist nun mal ein recht warmer Kontinent. Zu behaupten der Mensch sei aus der Wärme gekommen ist nicht von der Hand zu weisen. Kulturelle Blütezeiten waren bisher  mit wärmeren Perioden verbunden. All das kann man durchaus nachlesen. Immer noch steht eine vor einiger Zeit von mir geäußert Frage im Raum: Welche Hochkultur kam oder etablierte sich in der Kälte.  Bisher  hat sich dazu niemand gegenüber mir geäußert.

Kommen wir zum Fazit des Autors:

II. Fazit

So richtig die Feststellung “Klimawandel gab es schon immer” auch sein mag – so verfehlt ist sie als implizites “Argument”, dass sich damit ein Handlungsbedarf erübrigen würde, weil die Menschheit dies auch früher überlebt hätte. Denn die Rahmenbedingungen sind in multipler Hinsicht signifikant andere:

  • In keinem Klimawandel zuvor stiegen die Temperaturen in so kurzen Zeiträumen,

     

    falsch

  • In keinem für die Menschheit relevanten Klimawandel stiegen die Temperaturen auf so hohe, mitunter Leben verunmöglichende Temperaturen und vor allen Dingen:

falsch

  • Von keiner zurückliegenden Klimaerwärmung waren auch nur näherungsweise so viele Menschen betroffen, wie derzeit, nämlich eine Erde, die von rund 8 Mrd. Menschen bevölkert ist. Dies ist in doppelter Hinsicht problematisch: nicht nur, dass damit ungleich mehr Menschen aus Regionen mit Temperaturen “above deadly threshold” vertrieben werden, sondern auch die Fluchtziele sind ungleich dichter bevölkert.

    Wenn es denn eine Klimaerwärmung gibt und wenn nicht? Wohin ziehen wohl die Menschen wenn die Gletscher zurück kommen? Siehe auch mein Kommentar zu den  größte Städten der Erde.

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