Wohlstandsgesellschaft – Wegwerfgesellschaft

kann man sich das eine ohne das Andere denken? Prinzipiell schon, praktisch nicht. Wohlstand heißt nun mal Überfluss und den haben wir in D. Wer also im Grunde verächtlich über die “Wegwerfgesellschaft” spricht, ist für eine Armutsgesellschaft zumindest mal nicht für Wohlstand.

Die Idee ist klar, man kann das doch nicht wegwerfen. Doch man kann und tut es. Nehmen wir ein Primitivbeispiel Jagd. In früheren Zeiten wurde alles vom erlegten Wild verwendet, heute gilt das so nicht mehr. Knochen werden nicht mehr zu Nadeln (oder nur noch als “Besonderheit” und das Fell wird auch seltener zu Kleidung. Die ganzen Innereien Pansen etc wurde noch von den Eskimos zu anderen Zeiten gegessen, das passiert heute nicht mehr. Gewisse Dinge werden auch nicht mehr bei uns gegessen.

Anderes Primitvbeispiel Lebensmittel. Nach dem Krieg gab es keine nicht verwertetes Obst. Heute braucht man nur an den Streuobstwiesen vorbei fahren und wird sehen. Es wird nicht weggeworfen, es wird erst gar nicht gesammelt, oder sind Sie schon mal durch einen Wald gelaufen in dem kaum Holz rumlag ganz zu schweigen von Blättern. Es gabt Zeiten da wurden die Blätter im Wald zum Einstreu benutzt, Stroh war viel zu kostbar da verwertbar für Kühe, Pferde, Schafe und Ziegen.

Anderes Beispiel Schuhe, früher ein Luxus und es war eine finanzielle Katastrophe wenn man neue Schuhe kaufen mußte. Heute ist es eine finanzielle Katastrophe Schuhe reparieren zu lassen.

Auch daran sieht man wenn Arbeitskraft ersetzt werden kann werden Produkte billiger, d.h. mehr können sich mehr davon leisne. Heute gibt es klar noch Leute die bestimmte Dinge reparieren können nur finanziell ist das-  kein Geschäft und deswegen machen es die Meisten auch nicht.

Ja mir widerstrebt es etwas weg zu werfen, was im Grunde noch tut. Nur muß ich eben auch festhalten, es lohnt sich finanziell nicht es nicht zu tun. Beispiel, es wurde eine Kafeemaschine gewonnen, die ging kaputt – Reparatur um 180 €, dafür kann ich 3 andere Kaffeemaschinen kaufen. Kurz bei alle Gütern die man für weniger ersetzen kann als reparieren, bedeutet es einen finanziellen Verlust etwa zu behalten statt wegzuwerfen. Also haben wir Wegwerfgesellchaft und Wohlstandsgesellschaft.

Ganz böse ausgedrückt in einer Gesellschaft die nichts wegwirft, herrscht im Grunde ein extremes Elend, die Leute sind darauf angewiesen alles irgendwie zu benutzen, weil ansonsten irgendwo anders auch etwas grundsätzliches fehlt.

Sollten Sie demnächst jemanden treffen der verächtlich über wegwerfen spricht, denken Sie mal darüber nach und fragen wie er Sie denn die Alterantive sähe und vor allem gehen Sie doch mal zu dessen Mülltonne….

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