Um die ganze „Spannung“ zu nehmen. Jeder Krieg ist gesamtwirtschaftlich gesehen ein Verlustgeschäft. Das Einzige, was Kriege ändern, sind Machtverhältnisse und auch das ist nicht immer das eindeutige Ergebnis.
Nun im Einzelnen die Beweise:
1) eine sagen wir mal 1 000 € Bombe zerstört ein 300 000 € Haus. Gesamtwirtschaftlicher Schaden? Rund 299 000 €.
2) zwei Schiffe à 1 000 000 000 versenken sich gegenseitig (Tote außen vor gelassen) gesamtwirtschaftlicher Schaden ca 2 000 000 000
3) usw usf
Wohlstand entsteht durch mehr Produkte und einen wachsenden Kapitalstamm. Jeder Krieg zerstört bestehende Produkte und verringert den Kapitalstamm. Auch für das Land in dem die Waffen produziert werden. Nominal muß man dafür bezahlen und damit muß es auch produziert werden, aber die Nutzung der produzierten Waffen ist immer eine Verringerung des Volksvermögens der anderen Seite. Ein Krieg ist niemals Win / Win sondern so gut wie immer ein loose /loose. Auch die gewinnende Seite muß riesige Kapitalmengen in Güter stecken, die im Krieg nur vernichtet werden.
Alles Kapital, das in Kriegen vernichtet wird, muß erst mal wieder durch einen enormen Aufwand erneut hergestellt werden. Die Unterschiede sind eklatant!
| Kennzahl | Schweiz | Deutschland |
|---|---|---|
| Durchschnittsvermögen pro Erwachsenem | 910.382 $ | 346.613 $ |
| Rang weltweit (Durchschnitt) | 1 | 14 |
| Medianvermögen pro Erwachsenem | 145.555 $ | 53.485 $ |
| Rang weltweit (Median) | 8 | 30 |
| Dollar-Millionäre | ca. 944.000 | ca. 2,65 Mio. |
| Anteil Millionäre an Erwachsenen | 13,1 % | rund 4 % |
Quelle: UBS Global Wealth Report 2026, Stand Ende 2025. Gesetzliche Rentenansprüche nicht enthalten, Preisniveau nicht bereinigt.
Der letzte Krieg auf Schweizer Boden war der Sonderbundskrieg im November 1847. Das war ein kurzer Bürgerkrieg zwischen den konservativ-katholischen Kantonen des „Sonderbunds“ (Luzern, Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden, Zug, Freiburg, Wallis) und den liberalen Kantonen. Er dauerte nur knapp vier Wochen und forderte rund 100 Tote. General Guillaume-Henri Dufour führte die Bundestruppen und achtete bewusst darauf, die Verluste gering zu halten. Aus dem Konflikt ging 1848 der moderne Bundesstaat mit der ersten Bundesverfassung hervor.
Der letzte Krieg gegen ein anderes Land liegt noch weiter zurück: 1815 beteiligte sich die Schweiz am Feldzug der Alliierten gegen Napoleon während seiner „Herrschaft der Hundert Tage“. Schweizer Truppen rückten kurz in die Franche-Comté ein und halfen bei der Belagerung von Hüningen. Im selben Jahr erkannte der Wiener Kongress die immerwährende Neutralität der Schweiz an, und an dieser Neutralität hält sie seither fest.
Die Ergebnisse von keinem Krieg sind klar erkennbar. Wir Deutschen haben 2 x riesige Teile unseres Volksvermögens verloren.
Und dann kommen noch die Millionen und Tote auf beide Seiten obenauf, und was diese nicht mehr erwirtschaften können (einfach weil es Tote sind)

Rechnung 2: Nur die echten Menschenverluste
Realistischer ist es, nur die tatsächlich fehlenden Arbeitskräfte zu zählen:
- Im Ersten Weltkrieg starben rund 2 Millionen Soldaten und mehrere Hunderttausend Zivilisten, fast alles Männer im besten Arbeitsalter. Bei rund 32 Millionen Erwerbspersonen fehlten damit etwa 6 % der Arbeitskräfte. Dazu kamen Millionen Kriegsversehrte, die nur eingeschränkt arbeiten konnten.
- Der Geburtenausfall von rund 3 Millionen Kindern wirkte erst ab etwa 1930, als diese Jahrgänge ins Berufsleben gekommen wären.
- Arbeit trägt grob zwei Drittel zur Wirtschaftsleistung bei. 6 % weniger Arbeitskräfte bedeuten deshalb etwa 3–4 % weniger Produktion pro Jahr.
Für 1919–1938 ergibt das zusammen ungefähr 0,7 bis 0,8 Jahresleistungen. Beim damaligen Volkseinkommen von meist 60–80 Mrd. Reichsmark sind das grob 2–2,5 Mrd. RM pro Jahr, zusammen also etwa 40–50 Mrd. RM.
Rechnungen und Grafiken von claude erstellt. Es kann „natürlich“ nicht exakt sein, aber es ergibt eine Idee. Unzweifelhaft ist der massive Wohlstandsverlust gegenüber der Schweiz. Ein Krieg ist IMMER ein Verlustgeschäft. Egal, welche Seite gewinnt oder verliert, das Einzige, was sich ändert, ist der Gewaltmonopolist!