Noch einmal zum Mitschreiben und Denken: Investieren <> Sparen

Finde den Fehler: “Wer Geld spart, gibt weniger aus als er einnimmt. Zwangsläufig müssen nun alle anderen Personen in der Summe mehr ausgeben als sie einnehmen. Selbst dann, wenn man Geld zu Hause unter dem Kopfkissen hortet, gilt, dass der Einnahmeüberschuss nur möglich ist, wenn alle anderen in exakt gleicher Höhe einen Ausgabeüberschuss verzeichnen, in der laufenden Periode also mehr ausgeben als einnehmen. Das Geld, das man unter dem Kopfkissen spart, wurde schließlich dem Kreislauf entzogen und muss irgendwo zu einem Rückgang der Einnahmen führen.-“
 
Wo und wann kann das nur so stimmen?
 
Warum ist es generell gesehen falsch?
 
Hier geht der Irrtum weiter.
Ein Ausgabeüberschuss kann freilich auch aus einem angesparten Vermögen getätigt werden. In diesem Fall würde das Vermögen der entsprechenden Person in der laufenden Periode sinken. Der Einnahmeüberschuss ist dennoch nur möglich, weil es auch einen Ausgabeüberschuss gibt. Zudem kann das angesparte Vermögen nur aus Einnahmeüberschüssen der Vergangenheit entstanden sein. Einem in Geldvermögen muss zwangsläufig eine ebenso hohe Verschuldung gegenüberstehen. Man kann also nur dann Ersparnis bilden, im Sinne der Akkumulation von Geldvermögen, solange alle anderen Wirtschaftssubjekte sich in exakt gleicher Höhe verschulden. Der eigenen Forderung muss eine ebenso hohe Verbindlichkeit gegenüberstehen. Lege ich meinen Einnahmeüberschuss z.B. in einen Fonds an, steht meiner Vermögensbildung ein Schuldverhältnis des Fonds gegenüber. Beim Kauf einer Unternehmensanleihe steht meiner Forderung eine Verbindlichkeit des entsprechenden Unternehmens gegenüber, usw. In unserem Beispiel steht der potentiellen Vermögensbildung von Person A eine potentielle Verschuldung der Person B gegenüber (sofern B überhaupt bereit ist, sich zu verschulden und A Ersparnisse bilden zu lassen).
 
Wenn halt die Worte sparen und investieren Ihren Sinn verlieren, wie in der gängige VWL.
 
Wie fehlerhaft diese Folgerungen sind kann man an einen ultraeinfachen Beispiel erklären.
 
Sie ernten 100 dt / Getreide und verkaufen 99 dt / davon und behalten 1 dt. Wo ist der Schuldner dem die 1 dt fehlt? Die 1 dt sind nicht die Schulden eines Anderen es ist Ihre Ersparnis.
 
Und wieder es gibt nur bestimmte und eng umgrenzte Umstände wann die Folgerungen stimmen. Sie sind aber so in der Form nicht Allgemein gültig und damit falsch!
 
Weiterhin zeigt es sich, daß das Konzept von Geld nicht verstanden wurde oder es ganz klar gilt
Geld = gesetzliches Zahlungsmittel. Auch das ist eine falsche Aussagen
 
Da hier von falschen Voraussetzungen ausgegangen wird sind auch die Folgerungen falsch. Und es hakt an genau einem Punkt sparen wird gleich investieren gesetzt und nur diese Beispiele werden genommen. Lesen Sie genau durch es geht immer um finanzielle Forderungen und finanzielle Forderungen sind IMMER ein Ergebnis einer Investition. Sie investieren in eine Anleihe, sie sparen nicht in eine Anleihe.
 
Natürlich steht Ihre finanziellen Forderung eine Schuld gegenüber. Aber beim Sparen steht gibt es keinen Schuldner. Siehe Beispiel Getreide. Sie können es auch mit jedem anderen Produkt so halten was Sie lagern können.

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