Archiv des Autors: Friedrich

Unverblümte Lügen

Die EU ist ein Friedens-, Freiheits- und Werteprojekt. Damit Europa auch in Zukunft stark bleibt, braucht es mehr Handlungsfähigkeit, mehr Wettbewerbsfähigkeit und weniger Bürokratie. Unternehmen, Mittelstand und Handwerk brauchen keine neuen Berichtspflichten, sondern Freiraum für Innovation, Wachstum und Arbeit.

  1. EU <> Europa (1. Lüge)
  2. Friedens, Freiheits-s und Werteprojekt

    Nur die Verbote/Gebote seit 1990:

Eine kurze chronologische Übersicht der wichtigsten EU-Regelungen in diesem Themenbereich. Vorab: In den 1990er-Jahren gab es auf EU-Ebene noch keine nennenswerten Gesetze dieser Art – das Feld entwickelte sich im Wesentlichen ab den 2000er-Jahren.
Vorratsdatenspeicherung
Die Richtlinie 2006/24/EG vom 15. März 2006 verpflichtete Telekommunikationsanbieter erstmals EU-weit zur flächendeckenden, anlasslosen Speicherung von Verbindungsdaten. Der EuGH erklärte sie 2014 im Urteil „Digital Rights Ireland“ für unvereinbar mit Art. 7 und 8 der EU-Grundrechtecharta. Trotzdem haben viele Mitgliedstaaten – auch Deutschland – immer wieder eigene Versionen eingeführt; mehrere wurden vom EuGH gekippt (zuletzt 2022 im Verfahren SpaceNet/Telekom Deutschland). Inzwischen erlaubt der EuGH die Speicherung von IP-Adressen unter engen Voraussetzungen, zuletzt sogar zur Verfolgung „allgemeiner Straftaten“. Aktuell haben 22 von 25 betrachteten EU-Mitgliedstaaten irgendeine Form der Vorratsdatenspeicherung im Gesetz; nur Österreich, die Niederlande und Slowenien haben sie nicht. Leutheusser-schnarrenberger + 3
Hassrede / Online-Inhalte

Rahmenbeschluss 2008/913/JI (2008): verpflichtet Mitgliedstaaten, öffentliche Aufstachelung zu Gewalt oder Hass aus rassistischen oder fremdenfeindlichen Motiven unter Strafe zu stellen.
EU Code of Conduct on Countering Illegal Hate Speech Online (2016): freiwillige Selbstverpflichtung von Plattformen wie Facebook, YouTube, Twitter.
Terrorist Content Online Regulation (TCO, 2022): Pflicht zur Entfernung terroristischer Inhalte binnen einer Stunde.
Digital Services Act (DSA), vollständig in Kraft seit Februar 2024: Plattformen müssen illegale Inhalte entfernen, das Gesetz selbst legt aber nicht fest, was illegal ist. Bei Verstößen drohen Geldbußen bis zu 6 % des weltweiten Jahresumsatzes. European CommissionKettner Edelmetalle

Geplant / umstritten

Chatkontrolle (CSAM-Verordnung): Vorschlag der Kommission zum Scannen privater Nachrichten – im Rat seit Jahren blockiert, Stand 2026 noch nicht beschlossen.
Erweiterung der EU-Straftatenliste um Hassrede und Hassverbrechen – noch nicht verabschiedet.
Neuer Anlauf zur EU-weiten Vorratsdatenspeicherung im Rat.

Zur Debatte um die Meinungsfreiheit
Die Bewertung ist stark umstritten. Die Kommission betont, der DSA verpflichte Plattformen nicht zur Entfernung rechtmäßiger Inhalte und sehe ein Verbot allgemeiner Inhaltsüberwachung sowie Beschwerdemechanismen für Nutzer vor. Kritiker wie die Strafrechtlerin Johanna Rinceanu halten dagegen, private Konzerne würden in eine Rolle als „private Paralleljustiz“ gedrängt, was eine Gefährdung der Meinungsfreiheit darstelle. Auch wenn Definitionen von „Hate Speech“ sehr breit gefasst werden, könnten laut Kritikern Aussagen erfasst werden, die bislang als legitime Meinungsäußerung galten. Befürworter verweisen darauf, dass ohne klare Regeln Plattformen besonders anfällig für Desinformation und koordinierte Kampagnen seien

Weiter zur Freiheit:
Tabak

Tabakwerbung im Internet, in Zeitungen und Zeitschriften ist EU-weit durch die Richtlinie 2003/33/EG seit 1. Januar 2007 verboten; Sponsoring ebenso eingeschränkt. Wikipedia
Schockbilder auf Verpackungen, Verbot von Menthol-Zigaretten (2020), Schritte gegen Aromen in E-Zigaretten.
Rauchverbote in Gaststätten/Arbeitsplätzen sind dagegen meist nationales Recht der Mitgliedstaaten.

Beleuchtung (Ökodesign)

Die EU führte den Verkaufsstopp für Glühbirnen in mehreren Schritten durch: ab September 2009 100-Watt-Birnen und alle aus mattiertem Glas, ab September 2010 75-Watt-Lampen, 2011 ab 60 Watt, im September 2012 die 25- und 40-Watt-Lampen. Wisefood
Am 1. September 2018 trat das Halogenlampenverbot in Kraft, sodass ein großer Teil der Halogenlampen durch LED-Lampen ersetzt wird. srf
2023: Quecksilberhaltige Leuchtstoffröhren (T5/T8).

Haushaltsgeräte (Ökodesign-Verordnungen)

Staubsauger: Erste Stufe der EU-Verordnung 2014, zweite Stufe ab September 2017 – seitdem max. 900 Watt, Vorgaben zu Reinigungsleistung und Lebensdauer. Henry-der-staubsauger
Mindeststandards bzw. Marktverbote für ineffiziente Klasse-C-Kühlschränke, Wäschetrockner, Heizpumpen, Standby-Verbräuche etc.

Umwelt & Plastik

Plastiktüten: Reduktionsrichtlinie 2015 (national umgesetzt, in DE Verkaufsverbot 2022).
Einwegplastik: Eine Verordnung trat im Juli 2021 in Kraft und beendete eine Reihe von Einwegkunststoffprodukten – darunter Wattestäbchen, Plastikteller und Styropor-Becher; ebenso Trinkhalme, Besteck, Rührstäbchen. Verbraucherzentrale
Mikroplastik in Kosmetik (Rinse-off-Produkte) – Beschränkung seit 2023.

Verkehr / Verbrenner

Aus für Neuwagen mit Verbrennungsmotor war ab 2035 vorgesehen. Im Dezember 2025 schlug die EU-Kommission jedoch vor, auch nach 2035 noch Zulassungen zu erlauben, nachdem die Autobranche und Mitgliedsländer wie Deutschland und Italien massiv Druck ausgeübt hatten. Der finale Status ist also derzeit in Bewegung. Wikipedia
Schwefelgrenzwerte für Schiffsdiesel, Euro-Abgasnormen (Euro 1 ab 1992 bis Euro 7).

Heizungen – wichtige Klarstellung
Das oft als „Heizungsverbot“ bezeichnete Aus für neue Gas- und Ölheizungen ist primär deutsches Recht (Gebäudeenergiegesetz), nicht ein direktes EU-Verbot. Die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD, Neufassung 2024) gibt aber den Rahmen vor: keine Förderung neuer fossiler Heizkessel mehr ab 2025, Ausstieg aus eigenständigen Fossilkesseln bis 2040, Pflicht zu Nullemissionsneubauten ab 2030.

Nix, mit Frieden, Freiheit oder Werten. Schon gar nicht mal Subsidarität.

Request

What claude wrote about it:
I have enough data to give a thorough answer. Let me give you the numbers, but with an important caveat upfront: the four categories you list are very different in scope (millions of „school“ venues vs. relatively few „shooting events“), and „mass shooting“ is defined differently by different sources (FBI/Congressional Research Service: 4+ killed in public; Gun Violence Archive: 4+ shot; etc.). The numbers below reflect commonly cited research findings.

a) At organized shooting events / competitions / gun ranges

Effectively zero documented mass shootings at active shooting competitions or sanctioned matches. There are a small handful of incidents at gun ranges (typically suicides or single-victim shootings; a 2015 incident at a Florida range, a 2018 incident at a Pennsylvania range), but none meet the standard mass-shooting threshold during the event itself. No major dataset (FBI, Mother Jones, Violence Project, Rockefeller Institute) tracks this as a meaningful category because the count is essentially nil.

b) During hunts

Also extremely rare. The most prominent U.S. case is the 2004 Birchwood, Wisconsin shooting (Chai Soua Vang killed 6 and wounded 2 fellow hunters in a tree-stand dispute). A handful of other hunting-related multiple-victim shootings exist (e.g., 2007 Pennsylvania), but documented mass shootings during hunts number in the very low single digits over decades.

c) In gun-free zones

This is contested and depends heavily on methodology:

  • John Lott / Crime Prevention Research Center: claims 97.8% of mass public shootings from 1950 to May 2018 occurred in „gun-free zones“ (later revised to ~94%). This figure is widely criticized for methodological errors. OLIS
  • Independent / peer-reviewed research: Between 1966 and June 2016, only 12% of US mass shootings involving six or more victims occurred in a gun-free zone, and only five percent occurred where civilian gun possession was prohibited. Another study of US mass shootings involving four or more fatalities between 2009 and 2015 found that only 13% occurred in a gun-free place. GVPediaGVPedia
  • 2024 Lancet Regional Health–Americas study (UC Davis): of 150 active shootings 2014–2020, 72 (48%) of the shootings happened in gun-free zones, and after matching with control sites, „active shootings were 62.5% less likely to occur in gun-free establishments than in gun-allowing places“. UC Davis HealthUC Davis Health

So: estimates range from ~12% to ~94%, and the spread is mostly an artifact of how „gun-free zone“ is defined (some count any private business, some only legally designated zones).

d) At schools

Depends on definition (any gunfire on school property vs. fatal mass shooting):

  • K-12 School Shooting Database (broadest definition – any gun fired, brandished, or bullet hitting school property): an estimated 2,260 incidents of K-12 school shootings occurred in the U.S. between 1966 and 2022. The peak was 350 in 2023. University of Nevada, Las VegasStatista
  • Education Week (incidents with at least one bullet wound, excluding suicides): 18 school shootings in 2025 that resulted in injuries or deaths… 39 in 2024, 38 in 2023, 51 in 2022, 35 in 2021, 10 in 2020, and 24 each in 2019 and 2018. EdWeek
  • Mass shootings specifically at K-12 schools (4+ killed) since the 1960s: a few dozen — Sandy Hook, Uvalde, Parkland, Columbine, Santa Fe, Oxford, Nashville Covenant, Apalachee, etc.

A note on the comparison

The implied framing — that mass shootings cluster in gun-free zones and not where guns are present — runs into two problems: (1) far more people pass through schools, malls, theaters, and offices than through hunts or shooting matches, so base rates differ by orders of magnitude; (2) when researchers control for venue type, the most rigorous recent study finds gun-free designation is not associated with higher attack risk and may be slightly protective. Conversely, the Lott/CPRC figures remain frequently cited in policy debates. Reasonable people read this evidence differently.

Politikeraussage vs Realität

Aussage:

Realität (nach claude)

Sehr guter Vergleichspunkt – hier die Größenordnungen nebeneinandergestellt:

Installierte Erzeugungsleistung (Stand Ende 2025)

QuelleInstallierte Leistung
Solar (PV)117 Gigawatt Bundesnetzagentur
Wind onshore68,1 Gigawatt Bundesnetzagentur
Wind offshore9,5 GW Ecoreporter
Summe Wind + Solar≈ 195 GW
Erneuerbare gesamt (inkl. Biomasse, Wasser)knapp 210 Gigawatt Bundesnetzagentur

Zum Vergleich: Die deutsche Netzhöchstlast liegt bei rund 80 GW.

Nord-Süd-Übertragungskapazität (HGÜ, geplant/im Bau)

KorridorÜbertragungsleistung
A-Nord2 GW
Ultranet2 GW
SuedLink4 GW
SuedOstLink (mit Ausbaustufe)2–4 GW
Summe HGÜ Nord-Süd≈ 10–12 GW

Dazu kommen die bestehenden 380-kV-Drehstromkorridore, die summiert nochmal grob 15–25 GW Nord-Süd-Transit ermöglichen – allerdings nicht „on top“, weil sie bei hoher Einspeisung im Norden heute schon an die Belastungsgrenze geraten (was zu Redispatch-Kosten von mehreren Milliarden Euro pro Jahr führt).

Das eigentliche Missverhältnis

Die theoretische Maximalleistung der norddeutschen Erneuerbaren liegt bei rund 45 GW (Wind Niedersachsen 13,4 + Schleswig-Holstein 9,2 + Brandenburg 9,2 + MV ca. 4 + Offshore 9,5), die historisch real erreichte Wind-onshore-Spitze 2025 lag bei 46,1 GW am 26.10.2025 – fast bundesweit, aber stark im Norden konzentriert. Energy-Charts

Der Süden (Bayern + BW) verbraucht in Spitzen rund 25–30 GW. Bei „Hellbrise“ (viel Wind im Norden, wenig Erzeugung im Süden) müsste also theoretisch ein Vielfaches der heute geplanten HGÜ-Kapazität nach Süden fließen.

Konkret in Zahlen

  • Erzeugungs-Spitze Wind-Nord allein: ~45 GW theoretisch
  • Geplante HGÜ-Stromautobahnen: 10–12 GW
  • Verhältnis: Die Stromautobahnen können also maximal etwa ein Viertel der theoretischen Wind-Spitzenleistung des Nordens absorbieren

Bei PV ist die räumliche Verteilung gleichmäßiger (Bayern führt mit 4,5 GW Zubau 2025 sogar das Bundesland-Ranking an), daher entlastet Solar das Nord-Süd-Problem teilweise – mittags im Sommer, wenn 60+ GW PV einspeisen, fließt Strom eher von Süd nach Nord.

Konsequenzen aus dem Missverhältnis

Negative Strompreise: Bei extremer Erzeugung und ungenügendem Abtransport kippen die Börsenpreise ins Negative.

Abregelung (Curtailment): Norddeutsche Windparks werden regelmäßig „abgeregelt“, weil der Strom nicht abtransportiert werden kann. Entschädigungen dafür kosten jährlich rund 1–2 Mrd. Euro.

Redispatch: Süddeutsche Gaskraftwerke werden hochgefahren, während Wind im Norden gedrosselt wird – ineffizient, teuer, klimaschädlich.

Von einem Massenmörder

Napoleonische Kriege im engeren Sinne (1803–1815): Die meisten Historiker gehen von etwa 800.000 bis 1 Million tote französische Soldaten aus. David Gates etwa kommt auf rund 916.000 französische Militärtote. Ein Großteil davon starb nicht im Gefecht, sondern an Typhus, Ruhr, Erschöpfung und Kälte – das war im 19. Jahrhundert die Regel, nicht die Ausnahme.

Inklusive der Revolutionskriege (ab 1792): Rechnet man die Revolutionskriege hinzu (was sinnvoll ist, weil Napoleon ab 1796 Oberbefehlshaber in Italien war), kommen Schätzungen auf 1,4 bis 1,8 Millionen tote französische Soldaten.

Der Russlandfeldzug 1812 als Extrembeispiel: Von der Grande Armée mit ursprünglich rund 600.000 Mann (davon etwa die Hälfte Franzosen, Rest Verbündete) kehrten nur etwa 100.000 zurück. Allein dort starben schätzungsweise 200.000 bis 400.000 französische Soldaten – der Großteil an Hunger, Kälte und Krankheit, nicht durch russische Kugeln.

Er war ja so freundlich zu den Franzosen:

Unverändert

Seit Jahrtausenden:
Während der Nürnberger Prozesse gab Hermann Göring dem Psychologen Gustave Gilbert ein Interview und sagte:

„Natürlich will das Volk keinen Krieg. Warum sollte ein armer Bauer sein Leben im Krieg riskieren, wenn er bestenfalls hoffen kann, unversehrt auf seinen Hof zurückzukehren?

Natürlich will niemand Krieg. Niemand will Krieg in Russland, England, Amerika – nicht einmal in Deutschland. Das ist doch klar.

Aber letztendlich bestimmen die Machthaber eines Landes die Politik. Und es ist immer ein Leichtes, das Volk mitzureißen, ob in einer Demokratie, einem kommunistischen Staat, einem Parlament oder einer faschistischen Diktatur.“

Gilbert wandte ein:

Aber es gibt einen Unterschied in einer Demokratie – das Volk hat durch seine gewählten Vertreter eine Stimme.

Worauf Göring erwiderte:

„Schön und gut, aber ob das Volk eine Stimme hat oder nicht, es lässt sich immer von den Führern lenken. Das ist ganz einfach.

Man muss ihnen nur einreden, sie würden angegriffen, und die Pazifisten des mangelnden Patriotismus und der Gefährdung des Landes bezichtigen. Das funktioniert in jedem Land.“

— Nürnberger Tagebuch, 18. April 1946