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Liebe Caritas, ich biete Ihnen gerne Hilfe an

Sie haben sie offenbar bitter nötig. Und da Sie ja gut mit Spenden und staatlichen Zuwendungen bedacht werden, dürften die Kosten die Ihnen durch mich entstehen überschaubar sein.

Ich setze natürlich voraus, daß Sie Hilfe auch annehmen wollen und nicht nur einfach jammern mögen. Sie brauchen diese HIlfe ganz offensichtlich wie man unter annderem diesen Zeitungsartikel entnehmen kann: http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Wohnungsnot-als-gesellschaftlicher-Sprengstoff-id43782406.html

Welche Hilfe Sie brauchen kann ich Ihnen auch genau sagen. Wirtschaftliches Minimalwissen und politisches Minimalwissen ist offensichtlich bei Ihnen nicht vorhanden. Ansonsten könnten Sie so etwas eigentlich nicht schreiben und dann noch nach mehr von dem fordern was diese Misere verschuldet.

Frage mal einfach nur so. Sie wissen mit google etwas anzufangen? Probieren Sie es mal mit Friedrich Dominicus evtl. PDV und suchen Sie einfach mal nach Mietpreisbremse. Ich gehe mal davon aus, Sie haben auch einige Juristen zur Verfügung. Ich schlag vor Sie schreiben die mal an und Fragen folgendes

  1. Wer weist Wohnraum aus
  2. Wer stellt die Bauvorschriften auf

Wenn Sie auch das nicht wissen (was Sie offenbar nicht tun), dann sollten Sie Ihre Juristen raus werfen. Offensichtlich sind es Ahnungslose.

Ach ja im Netz kann Ihnen sogar mit wenig Aufwand Ihrerseits geholfen werden. Sogar in diesem Blog, ist in einem Kopf des Autors mehr wirtschaftlicher und politischer Sachverstand als in Ihrer ganzen Organisation vorhanden und abruffbar. Auf der Seite oben rechts ist etwas was sich eine Textbox nennt. Das ist so ein Ding was Google zu einem der größten und teuersten Firmen mache. Da kann man etwas eintippen. Ein guter erster Versuch wäre Mietpreisbremse. Wenn Sie das eintippen überfordert; diese URL tut: http://www.q-software-solutions.de/blog/page/2/?s=Mietpreisbremse Auf so eine URL klick man drauf und landet dann dort wohin dieses Ding zeigt. Es gibt auch an den VHS Kurse zur Bedienung und Nutzung eines Computers, sollte also für Sie und Ihre Leute “machbar” sein.

Wenn Sie denn wissen sollten wie man einen Compter heuzutage bedient probieren Sie mal folgende Suchen. Baukosten, Mietspiegel, Baugenehmigung, Baufertigstellungen und ja man könnte auf die verwegene Idee kommen mal privater Mietwohnungsbau einzugeben. Ich weiß, das sind so ungefähr das was Sie so gerne eingeben wie der Teufel Weihwasser. Aber hey, man sollte seinen Gegner kennen oder zumindest sollte man in der Lage sein Argumenten zu folgen.

Ich helfe Ihnen mal mit ein paar Sachen. Also die Miethäuser gehören jemanden und wenn man Glück hat einem Privaten., aber lassen Sie das, da landen wir schon bei fortgeschrittenen Themen und die würden Sie derzeit rrei nach unserem de Maitzière “verunsichern”. Nun ja wie auch immer. Wie kommen als Wohnungen in die Existenz? Nun ja das nennt man bauen man kann es auch im weiteren Sinn produzieren nennen. Eine Produktion, das könnte Sie vielleicht schon wissen kostet Zeit und Aufwand. Man braucht so ungefähr eine Vorstellung was man denn gerne produzieren möchte. Beruhigenderweise kennen Menschen seit mehr als 10 000 Jahren sowas. Also wie man etwas baut, korrekterweise müßte man wohl sagen, das wissen und können die Menschen seit Sie das erste Mal diese Erde betraten.

OK, dann gibt es Mietspiegel. Auch das könnte eine Sucher im Internet erhellend sein, ich will aber nicht so sein und es Ihnen aufschreiben. Der Mietspiegel hält fest was eine Wohnung in einem bestimmten Bereich so kostet. Ich habe das mal für eine mir wohlbekannte Stadt gemacht (Sie erinnern sich an die Sache mit der URL?) hier https://www.wohnungsboerse.net/mietspiegel-Hagen/5272
Und da steht:

HAGEN NORDRHEIN-WESTFALEN DE
30 m² 6,90 € 10,17 € 10,43 €
60 m² 5,41 € 7,06 € 7,32 €
100 m² 5,85 € 7,97 € 8,28 €

Also ich weiß nicht wie  Sie das sehen, das sieht im Vergleich zu NRW und DE ziemlich bezahlbar aus. Offensichtlich waren Sie nicht in der Lage das selber zu finden. Was nur wieder zeigt wie nötig Sie die Hilfe eines normalen Deutschen bedürfen.

Tja und nun schreibe ich Ihnen noch etwas – besteht aus Zahlen. Sie wissen diese Dinger mit Ziffern?

Erstellungskosten je m² Wohnfläche (diese m² sind ziemlich wichtig, das es eine Flächenangabe ist, Sie können sich so ungefähr vorstellen was Fläche bedeutet?) Ok hier die Zahlen 2000 – 3000 € /m². Das bedeutet einen m² Wohnraum zu erstellen ist mit diesen Kosten verbunden. Kosten ist Ihnen ein Begriff? Das ist so das was Sie den Leuten in Rechnung stellen wenn Sie irgendetwas für diese abholen oder so.

Ich hoffe der nächste Schritt überfordert nicht Ihre mathematisches Verständnis. Die obigen Angaben bei den Mieten beziehen sich auf  dei vermietete Fläche im Zeitraum von einem Monat. Ich setze voraus, daß bei Ihnen Spezialisten arbeiten die wissen, daß ein Jahr 12 Monate hat. Wenn nicht nehmen Sie es einfach als kleines Gratisbonbon von denjenigen den Sie offenbar dringend nötig haben.

Ich gehe außerdem davon aus, daß Ihnen das Konzept Multiplikation und Division geläufig ist und sie etwas mit Prozent anfangen können. Wenn nicht, es gibt auch Schulen für Analphabeten. Also gut nehmen wir doch einfach mal die Zahl für die 60 m² und führen erst mal eine Multiplikation durch: 12 * 5,41 = 64,92. Und nun kommt etwas was man wirtschaftliches Grundwissen nennt. Was bekomme ich als Anbieter für meine Wohnraum, das ist Achtung neues Wort die Bruttorendite (also ohne alle Steuern und Abgaben, zu denen fragen Sie bitte Ihre Juristen) dazu braucht man eine Division und ein Multiplikaton um auf eine Prozentzahl zu kommen. Machen wir mal: 64.92 / 2000 * 100
=> 3.2460000000000004
Da letzte sind Prorzent und das kann man umrechnen, wie lange braucht es bis man das ganze Geld was man für den  Bau ausgeben muß wieder eingenommen hat (ohne jede Ausgaben, ein Konzept was Ihnen offensichtlich auch erklärt werden muß. Achtung es wird prozentig 100 % ist alles also kann man 100 / 3.246 rechnen und kommt auf: 30,8 also gut 31 Jahre. Merken Sie wenigstens ein bisschen?

Ich kann Ihnen nur raten, nehmen Sie Hilfe in Anspruch, Sie brauchen es dringend…

Umlaufrendite

zumindest mehr als 20 Jahre in die Vergangenheit:

Umlaufrendite

Wie man sehen kann geht es seit den 90 Jahren stetig abwärts, und die höchsten Renditen liegen immer noch unter den letzten Höchstständen. Nun Zinsen sind der Preis für ein Geld und es gilt auch wie immer: Je größer das Angebot desto niedriger der Preise. Daraus folgt unweigerlich. Es gibt ein Geldüberangebot, (korrekterweise müsste man schreiben Zahlungsmittelüberangebot), da niemand außer Banken und Zentralbanken “produzieren” kann, ist es klar das “Geld”angebot wurde von den Zentralbanken/Banken massiv ausgedehnt. Weiterhin gilt für den normalen Steuerzahler, alles muß mit mind. 25% + Soli oder dem eigenen persönlichen Steuersatz versteuert werden.

Und was man auch sieht in 1990 konnte man bei einer Mio  Euro mit Zinseinkünften von rd 70 – 80 T€ kalkulieren. Damit konnte man also durchaus leben. Heute bräuchte man für Zinseinkünfte von “nur” 70 000 €, die beachtliche Anlagesumme von: 63 636 363 Mio. Wer hier nicht in´s Nachdenken kommt, ist mit Blindheit geschlagen.

Man kann es auch anders sagen, durch das so stark angestiegene Geldvolumen bei nur leicht steigendem Angebot müssen die Preise steigen. Die Prämisse wäre, alle Preise würden beeinflußt. Da das nicht der Fall ist kann auch folgendes passieren. In einigen Bereichen müssen die Preise sehr massiv steigen, wenn Sie in anderen gleichbleibend und oder fallend sind.

Das es so was gibt kann man z.B. am Baltic Dry Index ablesen: http://www.bloomberg.com/quote/BDIY:IND.

Die ganz große Gefahr die es nun gibt, das es keinen Preis mehr für Geld gibt, ist eine Kalkulation schwerlich mehr möglich. Daher muß man sich heute wohl mit “Surrogaten” zufrieden geben. Nur bedeutet das eine Spekulation. Man kennt den Preis für Geld nicht mehr (da er künstlich gedrückt wurde) und kann sich nun maximal damit “begnügen” diverse Szenarien durchzurechnen. Man kann mit der aktuellen Umlaufrendite kalkulieren -> so gut wie jede Investition lohnt sich. Ganz große Gefahr: Es ist egal wieviel FK man dazu einsetzt! Rechnen wie einfach mal mit einem FK-Anteil von 90 % und 10 % Ek. Und kommen auf eine Rendite von nur 2 %. Dann können wir eine EK Rendite von (100 * 0.02 – 90 * 0.0011) / 10 = 19 %. D.h.  man kann die EK Decke unglaublich verdünnen und erhält eine Bombenrendite, (siehe https://www.q-software-solutions.de/blog/2014/01/hebel/)  Und wenn man dann mal ein Jahr 5% Verlust mach? Dann ist die Hälfte vom EK weg….

Und genau diese Hebel wurden/werden bei Banken kritisiert. Es ist klar solange es gut geht arbeitet der Hebel für einen, geh es schief arbeitet der Hebel eben massiv gegen jemanden. Wir bauen also Kartenhäuser auf Kartenhäusern auf…..

Schaut man sich heute die Grafik an, steht die Umlaufrendite auf -0.28 %, d.h. Sie können unendlich viel Geld haben und bekommen trotzdem keine 70 000 € mehr an Zinsen….. – Ende Gelände….

 

Privater Wohnungsbau

Wie von mir “erwartet”. Nachzuschlagen z.B. hier:

https://www.igbau.de/Binaries/Binary13381/Studie-Pestel_Mietwohnungsbau_in_Deutschland-KURZ-23-02-2012_1.pdf

Abnahme von Mietwohnungsbau von rd 80 000 – 30 000 im Jahr.

Warum schreibe ich wie erwartet? Nun ich kenne die Gesetze nicht vollständig aber vollständig genug, die Richtung ist wie überall zu gesetzlichen Regulierungen zu lasten von Eigentümern. Ein paar Stichworte

  • “energetische” Sanierung
  • Mietpreisbremsen
  • Inflation

Viele meinen ja mit Häusern könnte man der Inflation “trotzen”. Das stimmt nur noch sehr begrenzt. Erst einmal gibt es jedes Jahr eine Grundbeseitzabgabe. Gerade gestern, kam eine Bescheinigung ins’ Hau mit einer rd. 50 % igen Steigerung des Hebesatzes von irgendwo 400 auf 600 %. In gewissen Gegenden starnieren die Mieten seit mindestens einem Jahrzehnt. Paradebeispiel: Ruhrgebiet.

Selbst wenn man eine “Wert”steigerung (das ist natürlich Unfug, das einzige was steigt ist die Bewertung von etwas in Nominalgeldwerten) betrachtet, wird es sehr problematisch. Die Steigerungen kann man ja nur realisieren wenn man verkauft. Für denjenigen der kauft, sieht es ganz anders aus. Nehmen wir mal an ein Haus wurde zu 2000 € /  m² gekauft. Die Miete betragt rd 5 € dann kommt man auf eine Rendite von 60 / 2000  = 3%. Nach Abzug von Kosten und Mietausfällen bleibt noch rund 2% und dann schlägt die Steuer zu wir reden dann von einer Rendite teilweise unter 1 %. (Was es sonst noch so zu beachten gibt: http://www.t-online.de/wirtschaft/immobilien/id_69137716/richtig-rechnen-rendite-von-miet-immobilien-oft-augenwischerei.html)

Es gibt da wie immer natürlich Ausnahmen nach oben aber auch nach unten. Hier wird das aber mal festgehalten:

“Die Wahrheit sieht allerdings anders aus. Das zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin, die heute veröffentlicht wurde. Danach fahren 8,5 Prozent der rund sieben Millionen privaten Vermieter mit ihren Wohnungen Verluste ein, weitere 24,6 Prozent schreiben gerade mal eine schwarze Null. 20,7 Prozent erzielen bescheidene Erträge zwischen 0,1 und 2 Prozent pro Jahr. Lediglich 46,2 Prozent, nicht einmal jeder zweite Anleger, kommen mit ihren Mietwohnungen auf eine Rendite von 2,1 Prozent oder mehr.”

http://www.manager-magazin.de/immobilien/artikel/immobilien-private-vermieter-verpassen-renditechancen-a-991977.html

Man kann eigentlich kurz festhalten. Wenn Sie ein Haus vor rd. 20 Jahren bauten und gut bewirtschafteten, kommen Sie heute auf eine Rendite zwischen 4- 8 %. Bezogen natürlich nur auf den damaligen  Erstellungspreis. Rechnen wir mit einer 3 % Inflation sind heutige 2000 Euro vor 20 Jahren ungefähr: 1107 € gewesen, also kommt man nur so auf eine Bruttorendite von 6%.

Sie können sich diese Studie von hier herunterladen: http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.488174.de

Nun in einem Markt käme es zu Preissteigerungen, diese Weg wurde durch Gesetze versperrt… Wenn sich aber etwas wenig oder gar nicht mehr lohnt, wird in diesem Bereich eben auch nicht mehr investiert. Und somit ist es klar der private Mietwohnungsbau geht annähernd zu Grunde.

Wodurch wird es wohl ersetzt?https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/bau-von-sozialen-mietwohnungen-steigt-um-rund-ein-drittel. Aha staatlicher Wohnungsbau… Und was gilt hier die paar Leute in diesen Wohnungen werden durch alle Steuerzahler ausgehalten. Was für ein “Erfolg” !  Es wird also weniger gebaut:

http://www.zukunft-haus.info/newsletter-zukunft-haus/newsletter-zukunft-haus/newsletter-52014/mietwohnungsbau-20-bezahlbarer-wohnraum-durch-neubau.html

Die Konzepte zur Lösung sind mal wieder bezeichnend schlecht. Steuergelder für Bauherren, also weniger Markt soll  es “mal wieder” richten. Leider fällt den Mietern Ihre eigene Blödheit kaum auf. Sie beklagen sich über “zu wenig” Raum und zu “hohe” Preise. Das Sie dazu noch mit Ihrer Steuer die zu “hohen” Preise mitbezahlen – kapieren wahrscheinlich keine 2 % der Leute. Wohl nur die, die selber mal in diesem Bereich wirtschaftlich tätig waren. Und wieder eine neue Kette für produktive wirtschaftlich erfolgreiche Betriebe oder Personen.

Wer mir nicht glaubt, hier die Daten einer Stadt:

Öffentliche Wohnungsbauförderung
Insgesamt werden 2014 266 WE mit 25 Mio. Euro öffentlich gefördert, darunter 130 Mietwohnungen und 74 Eigentumsmaßnahmen. 2015 kann die Wohnungsbauförderung um 67 Prozent auf insgesamt 443 WE und auf über 31 Mio. Euro gesteigert werden. Neben 237 Mietwohnungen im Neubau und im Bestand werden 97 Wohnheimplätze für Behinderte und Studenten sowie 48 Eigentumsmaßnahmen gefördert. Hinzu kommt das neue Förderprogramm für Wohnraum für Flüchtlinge, mit dem 2015 61 WE für etwa 380 Personen unterstützt werden.
Angebotsmieten
Die angebotenen Mieten steigen im Bestand um 3,3 Prozent auf 6,29 Euro/m². Die Mieten steigen seit 2010 damit um 10,6 Prozent im Bestand. Im Neubau nehmen sie im gleichen Zeitraum um fast 30 Prozent auf durchschnittlich 8,90 Euro/m² zu. Die höchsten durchschnittlichen Bestandsmieten werden mit 6,71 Euro/m² in Dornberg und 6,70 Euro/m² in Mitte erreicht, wobei sie in Mitte um 20 Ct/m² ansteigen sind während sie in Dornberg um 12 Ct/m² fallen.

https://www.bielefeld.de/de/pbw/muw/mubeo/woh/

Das muß man sich mal vorstellen!. 25 Mio für 266  WE. Ist ein Raub von 9803 € pro Wohnung, Rechnen wir mal mir 70 m² sind es 140 € pro m². Bei einem angenommenen Preis von 2000 € / m² 7 % der Gesamtsumme. Und auch die Rendite kann man sich ausrechnen (Brutto)

6.29 * 12 / 2000 = 3,7 %, also kommt man auf eine Rendite von vieleicht 0 – 0,5 %. Dazu den Ärger mit Mietern, die sich nicht betragen können, die nicht zahlen, und die es schon gar nicht für nötig befinden eine Wohnung ordentlich zu übergeben.

 

 

Kosten Wohnungsbau

Jeder der hier ein wenig mitliest, weiß ich hole mir jede Menge Anregungen für Kommentare aus den BNN. Heute ist es auffällig anders und von einem Kommentator geschrieben der manchmal durchschimmern lässt, von wo die Probleme eigentlich kommen. Er schwächt leider IMHO zu oft ab was dann die berechtigte Kritik entschärft. Es geht um einen Mischmasch wo ich ein wenig glaube, daß er für die “armen unterdrückten” Mieter schreib. Aber urteilen Sie selber.

Ich teile das ganze in Abschnitte auf die ich dann auch zwischendrin kommentiere. (Quellenangaben BNN Ausgabe Nr 94 v. 24.04.2015 S.2, Kommentator Martin Ferber)) Rechtschreibfehler made by Friedrich:(

“Seit dem Jahr 2000 sind die Kosten für Mehrfamilienhäuser um fast 40 % gestiegen”
Auf der gleichen Seite ist noch ein Bericht vom Mieterbund (daher meine Glaube für wen es auch gilt, könnte also durchaus PC sein). Nehmen wir das mal als Grundlage und kalkulieren grob. Nehmen wir mal an in 2000 hätte man für 1200 € /m² bauen können, dann lägen wir heute bei 1680€.

Bei der heutigen Mieten in Neubauten schreibt Herr Ferber: “…durchschnittlich zehn Euro / m³”. Ok also sind dass 120 € / m² im Jahr an Miete. Für den Vermieter ergibt sich dann eine Rendite von 120 / 1680 = 7,1 %, schaut man in die Anzeigen auch für alte MFH hier in der Umgebung aus KA fängt der Preis an dem man zahlen muß um rund das 20 – vache, minimal ist es das 15-fache. Wer sich die Preise für Eigentumswohnungen anschaut landet “locker” irgendwo um 2000 – 3000 €. Betrachtet man die Preise hier für Grundstücke muß man mind. mit 200 € / m² rechnen. Für ein ca 600 m² Haus braucht man ungefähr 600 – 1000 m² (Parkplätze muß man anbieten !) Nehmen wir die untere Grenze von 600 m² braucht man nur für das Land 120 000 € Umgerechnet erhöht sich damit der Erstellungspreis auf 1680 + 200 = 1880 € damit kommen wir dann auf eine Rendite von 6,3 % und da ist absolut die Oberkante ! Siehe: http://www.ingenieur.de/Politik-Wirtschaft/Finanzen/Private-Vermieter-zahlen-drauf, oder man siehe auch: http://www.diw.de/deutsch/98_35_2/30991.html#HDR3
Von dort Tabelle 3:
“——————————————————————————-
Tabelle 3
Bestandsrenditen des Immobilienvermoegens 1995
Mietertrag (1) in vH des Sachwertes (2)
——————————————————————————-

Gebaeudetyp nach Baualter Ein- Zwei- Mehr- Wohn-
davon Eigentum / Verfuegung familien- familien- familien- gebaeude
privater Haushalte haeuser haeuser haeuser insg.

alte Bundeslaender
errichtet von … bis…

vor 1901 2,9 3,2 4,5 3,4
1901 bis 1918 3,1 3,3 4,8 3,9
1919 bis 1948 3,0 3,1 3,6 3,2
1949 bis 1968 3,1 2,6 3,1 3,0
1969 bis 1978 3,1 2,7 3,6 3,2
1979 bis 1987 2,8 2,4 3,7 3,0
1988 bis 1995 2,7 2,5 2,9 2,8

insgesamt 3,0 2,7 3,5 3,1
im Eigentum von:
Einzelpersonen, Ehepaaren 3,0 2,7 4,0 3,1
Erben- / Personengemeinsch. 2,9 2,8 4,0 3,4
Eigentuemergemeinsch. (WEG) 3,1 2,6 2,8 2,7

private Haushalten insgesamt 3,0 2,7 3,7 3,1

neue Bundeslaender
errichtet von … bis…

vor 1901 2,1 2,6 3,8 2,8
1901 bis 1918 2,8 2,3 4,3 3,5
1919 bis 1948 2,5 2,8 3,3 2,8
1949 bis 1968 2,2 2,4 3,2 2,9
1969 bis 1978 2,4 2,3 3,0 2,8
1979 bis 1987 3,1 1,9 3,8 3,5
1988 bis 1995 1,7 0,8 2,7 2,1

insgesamt 2,3 2,4 3,4 2,9
im Eigentum / Verfuegung von:
Einzelpersonen, Ehepaaren 2,3 2,4 3,6 2,5
Erben- / Personengemeinsch. 2,3 2,5 3,6 3,1
Eigentuemergemeinsch. (WEG) 2,2 2,0 3,0 3,0

private Haushalten insgesamt 2,3 2,4 3,6 2,6
darunter: in derzeit. Verfuegung 2,3 2,5 3,5 2,8

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(1) Mieten (netto, kalt) abzueglich Bewirtschaftungskosten (Reinertrag).
(2) Bodenwert und Sachwert des Gebaeudes zu Wiederbeschaffungspreisen 1995.
Quelle: Berechnungen des DIW zum Immobilienvermoegen privater Haushalte 1995.
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Ein anderer Grund warum der Wohnungsraumausbau so stockt.

Jetzt wird es aus meiner Sicht interessant:”Der größte Preistreiber ist dabei der Staat”. Und genau das stimmt auf mehrfache Weise. Ich zähle mal ohne Anspruch an Vollständigkeit auf.
1) Bebauungspläne (Sie können in D nicht einfach ein Grundstück kaufen und dort bauen was Sie wollen)
2) Auflagen wie, Anbindung an das öffentliche Entsorgungsnetz, so und soviel erneuerbare Energien beim Heizen, Unfallvorschriften, Normen über Normen etc etc
3) Annahmezwang von öffentlichen Diensten wie Gas, Wasser und Fäkalien
4) Mietergesetze die im Endeffekt auf eine Enteignung herauslaufen (noch nicht ganz aber nah dran)
5) Grundsteuern (von eigenen Land)

Nun kommt leider der PC durch: “Es ist der Fluch der guten Tat!!” Das ist mit Verlaub gesagt Blödsinn. Die Auflagen sind immer mit Kosten verbunden, und es entscheidet nicht mehr der Bauherr was er gerne möchte sondern die Bürokraten, die sich damit natürlich unabkömmlich machen. Es geht dann in diesem PC-Schreib weiter. ” sinnvoll und gut .. begründbar etc”. Nein Herr Ferber das ist absolut nicht der Fall. Das ist nicht sinnvoll und gut sondern so gut wie immer sinnlos und teuer dann schwimmt er mit dem PC aber noch mal so zurück “zumal gerade im Wohnungsbau vieles standardisiert und normiert ist”.

Der Autor schließt mit: “Denn etwas weniger Bürokratie macht das Wohnen nicht unsicherer, wohl aber bezahlbarer”. Die Menschen die nach dem Krieg so ihre Häuser bauten, haben sich wieviel wohl um etwas geschert? Um gar nichts, die Dinger mußten schnell und günstig erstellt werden und diese Häuser stehen auch heute immer noch.

Gerade auf derselben Seite beklagt einer vom Mieterbund “Der Markt allein hat das Problem in den letzten Jahren nicht gelöst”. Das subsumiert die deutsche Einstellung. Es gibt keinen Markt, aber diese nichtexistente Ding kann irgendetwas nicht lösen. Die Intention ist klar. Der Staat soll eingreifen den Vermietern zumuten noch weniger Rendite zu machen oder gar die Allgemeinheit dazu verdonnern, alle Mieter zu subventionieren. Auf so etwa fahren die dummen Deutschen total ab.

Fahrlässig

in mehreren Fällen. Fahrlässig und eine Schande ohne Vergleich: Wir schaffen es noch nicht einmal 6 Soldaten in den Irak zu schaffen weil die benutzten Maschinen zu alt sind und teilweise nicht mehr flugtüchtig, auch Ersatzteile gibt es nicht. Wir wollen die Welt offensichtlich nur mir guten Worten und unserem edlem Gemüt retten.

Zweite grobe Fahrlässigkeit und womöglich nicht verfassungskonform (Gleichheitsgrundsatz) die “Mietpreisbremse” soll in Kraft treten. Aber nicht für Neubauten. In Abwandlung eines andere Spruches könnte man schreiben: Rendite ist nicht alles, aber ohne Rendite ist alles andere Nichts. Erstaunlicherweise erkennt das Rudi Wais in den BNN heute ganz klar, er meint zwar die Exzesse würden damit gedämpft (gewisse Zugeständnisse an PC muß halt immer sein) aber er erkennt eben die Ungerechtigkeit und das Problem sehr genau. Fallende Renditen kann man nur erwarten wenn weitaus mehr Immobilien erstellt würden. Das wird aber nicht passieren, da es sich in D aus mehreren Gründen nicht lohnt in D zu bauen.

Nehmen wir ein Baugebiet hier in der Nähe, dort kostet der Quadratmeter zwischen 200 – 360 €. Nehmen wir an man könnte zu 200 € kaufen, dann benötigte man für 600 m², 120 000 €. Darauf könnte man ungefähr ein 6-8 Familienhaus bauen (in D braucht man für das Haus unter anderem genügende Stellplätze). Sagen wir mal das wären um die 600 m². Bei den Baukosten von ca 2000 – 2500 € / m² sind das mindestens 1,2 Mio Baukosten. Zusammen mit dem Grundstück und den diversen Steuern reden wir “mal eben” um mindestens 1,5 Mio Gestehungskosten. Davon 5 % sind 75 000 €. Ergo müsste ein m² grob 125 € / Jahr bringen oder gut über 10 € / Monat. Das kann man hier in Bruchsal getrost “vergessen”.. Oder auch http://www.immowelt.de/immobilienpreise/bruchsal/mietspiegel. Seien wir einfach mal großzügig und denken uns man könnte die 10 € / m² bekommen. Dann ist das die Nettomiete, dazu kommen noch mindestens 20 % Nebenkosten. Rechnet man das für eine 60 m² Wohnung durch kommen wir auf einen Mietspreis von 60 * 10 * 1.2 = 720 €.

Sehen Sie etwas? Es ist kein Wunder das die meisten der privaten Vermieter keine Rendite herausbekommen. Der Markt gibt es im Großen und Ganzen einfach nicht her und die Eingriffe in die Eigentumsrechte kann man in jedem Maßstab nur noch eklatant nennen. Die “Mietpreisbremse” wird daran gar nichts ändern sondern nur die weniger zahlungskräftigen Mieter verdrängen und genau da am stärksten wo es am meisten Altbauten gibt. Daran wird Wunschdenken nichts ändern.