Kategoriearchiv: Fakt

Interessant

und so bezeichnend:
Kurz gesagt: Für die USA gibt es sehr gute Stückzahlen, für Deutschland praktisch nur Umsatzwerte in Euro.

1) Deutschland

Öffentlich zugängliche Stückzahlen für Jagd- und Sportgewehre habe ich nicht gefunden. Das Statistische Bundesamt erhebt die Produktion, die Branche berichtet aber fast nur den Produktionswert:

  • 2020 lag das Produktionsvolumen bei Jagd- und Sportwaffen laut Statistischem Bundesamt bei 155 Mio. Euro, rund 22 % weniger als 2018. Für 2021 erwartete die Branche etwa 175 Mio. Euro, also ein Plus von rund 13 %. all4shootersall4shooters
  • Zum Vergleich: 2009 wurden Jagd- und Sportwaffen im Wert von über 275 Millionen Euro hergestellt, knapp 5000 Menschen arbeiteten in der industriellen Sportwaffenproduktion. Wikipedia
  • Ein Großteil geht in den Export: 2006 wurden von 212 Millionen € Produktionswert 87 Prozent exportiert. Wikipedia

Diese Werte umfassen Gewehre, Flinten und teils auch Kurzwaffen und Zubehör, nicht nur Gewehre. Eine eigene grobe Schätzung: Bei Stückpreisen von meist 1.500–5.000 € (Blaser, Merkel, Anschütz, Krieghoff liegen eher oben) kommt man auf eine Größenordnung von einigen zehntausend Langwaffen pro Jahr, eher unter 100.000. Das ist eine Überschlagsrechnung, keine amtliche Zahl. Vermutlich sind die echten Stückzahlen in der Destatis-Produktionsstatistik (GENESIS) wegen der wenigen Hersteller als geheim gesperrt. Der Herstellerverband JSM verteilt laut eigener Seite amtliche Außenhandels- und Produktionsstatistiken in Rundschreiben an seine Mitglieder. Eine Anfrage dort wäre der wahrscheinlichste Weg zu Stückzahlen. jsm-waffen

2) USA (ATF-Bericht AFMER, Jahr 2024)

  • Gesamtproduktion: 9.474.540 Feuerwaffen, 3,0 % weniger als 9.772.259 im Jahr 2023. gogearfire
  • Davon Pistolen 4.025.829, Gewehre 2.823.770, sonstige Feuerwaffen 1.385.424, Revolver 639.742 und Flinten 599.775. rocketffl
  • Wichtige Einschränkung: Repetier-, Unterhebel-, Halbautomat- und Einzelladergewehre werden in AFMER nicht getrennt ausgewiesen. „Jagd/Sport“ lässt sich also nicht von AR-15-artigen Gewehren trennen. Militärproduktion ist nicht enthalten. gogearfire
  • Größter Gewehrhersteller: Ruger mit 679.197 Gewehren, gefolgt von Savage Arms (397.404) und Henry Repeating Arms (350.718). gogearfire

Vergleich

Allein Ruger stellt mehr Gewehre her als die gesamte deutsche Branche, vermutlich um den Faktor 5 bis 10 oder mehr. Insgesamt liegen die USA bei Gewehren plus Flinten bei rund 3,4 Mio. Stück gegenüber geschätzt unter 100.000 in Deutschland, also etwa das 30- bis 50-Fache oder mehr. Der Unterschied liegt auch im Markt: Deutschland stellt wenige, teure Waffen her, überwiegend für den Export. Die USA produzieren Massenware vor allem für den eigenen Markt.

Der Vergleich ist unfassbar 8x Millionen gegen 350 oder so Millionen. Nur 4-fache Menge an Leuten aber 34-mal so viel Waffenproduktion.

Einfachste Fakten zu Kriegen

Um die ganze „Spannung“ zu nehmen. Jeder Krieg ist gesamtwirtschaftlich gesehen ein Verlustgeschäft. Das Einzige, was Kriege ändern, sind Machtverhältnisse und auch das ist nicht immer das eindeutige Ergebnis.

Nun im Einzelnen die Beweise:
1) eine sagen wir mal 1 000 € Bombe zerstört ein 300 000 € Haus. Gesamtwirtschaftlicher Schaden? Rund 299 000 €.
2) zwei Schiffe à 1 000 000 000 versenken sich gegenseitig (Tote außen vor gelassen) gesamtwirtschaftlicher Schaden ca 2 000 000 000
3) usw usf

Wohlstand entsteht durch mehr Produkte und einen wachsenden Kapitalstamm. Jeder Krieg zerstört bestehende Produkte und verringert den Kapitalstamm. Auch für das Land in dem die Waffen produziert werden. Nominal muß man dafür bezahlen und damit muß es auch produziert werden, aber die Nutzung der produzierten Waffen ist immer eine Verringerung des Volksvermögens der anderen Seite. Ein Krieg ist niemals Win / Win sondern so gut wie immer ein loose /loose. Auch die gewinnende Seite muß riesige Kapitalmengen in Güter stecken, die im Krieg nur vernichtet werden.

Alles Kapital, das in Kriegen vernichtet wird, muß erst mal wieder durch einen enormen Aufwand erneut hergestellt werden. Die Unterschiede sind eklatant!

KennzahlSchweizDeutschland
Durchschnittsvermögen pro Erwachsenem910.382 $346.613 $
Rang weltweit (Durchschnitt)114
Medianvermögen pro Erwachsenem145.555 $53.485 $
Rang weltweit (Median)830
Dollar-Millionäreca. 944.000ca. 2,65 Mio.
Anteil Millionäre an Erwachsenen13,1 %rund 4 %


Quelle: UBS Global Wealth Report 2026, Stand Ende 2025. Gesetzliche Rentenansprüche nicht enthalten, Preisniveau nicht bereinigt.

Der letzte Krieg auf Schweizer Boden war der Sonderbundskrieg im November 1847. Das war ein kurzer Bürgerkrieg zwischen den konservativ-katholischen Kantonen des „Sonderbunds“ (Luzern, Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden, Zug, Freiburg, Wallis) und den liberalen Kantonen. Er dauerte nur knapp vier Wochen und forderte rund 100 Tote. General Guillaume-Henri Dufour führte die Bundestruppen und achtete bewusst darauf, die Verluste gering zu halten. Aus dem Konflikt ging 1848 der moderne Bundesstaat mit der ersten Bundesverfassung hervor.

Der letzte Krieg gegen ein anderes Land liegt noch weiter zurück: 1815 beteiligte sich die Schweiz am Feldzug der Alliierten gegen Napoleon während seiner „Herrschaft der Hundert Tage“. Schweizer Truppen rückten kurz in die Franche-Comté ein und halfen bei der Belagerung von Hüningen. Im selben Jahr erkannte der Wiener Kongress die immerwährende Neutralität der Schweiz an, und an dieser Neutralität hält sie seither fest.

Die Ergebnisse von keinem Krieg sind klar erkennbar. Wir Deutschen haben 2 x riesige Teile unseres Volksvermögens verloren.

Und dann kommen noch die Millionen und Tote auf beide Seiten obenauf, und was diese nicht mehr erwirtschaften können (einfach weil es Tote sind)

Rechnung 2: Nur die echten Menschenverluste

Realistischer ist es, nur die tatsächlich fehlenden Arbeitskräfte zu zählen:

  • Im Ersten Weltkrieg starben rund 2 Millionen Soldaten und mehrere Hunderttausend Zivilisten, fast alles Männer im besten Arbeitsalter. Bei rund 32 Millionen Erwerbspersonen fehlten damit etwa 6 % der Arbeitskräfte. Dazu kamen Millionen Kriegsversehrte, die nur eingeschränkt arbeiten konnten.
  • Der Geburtenausfall von rund 3 Millionen Kindern wirkte erst ab etwa 1930, als diese Jahrgänge ins Berufsleben gekommen wären.
  • Arbeit trägt grob zwei Drittel zur Wirtschaftsleistung bei. 6 % weniger Arbeitskräfte bedeuten deshalb etwa 3–4 % weniger Produktion pro Jahr.

Für 1919–1938 ergibt das zusammen ungefähr 0,7 bis 0,8 Jahresleistungen. Beim damaligen Volkseinkommen von meist 60–80 Mrd. Reichsmark sind das grob 2–2,5 Mrd. RM pro Jahr, zusammen also etwa 40–50 Mrd. RM.

Rechnungen und Grafiken von claude erstellt. Es kann „natürlich“ nicht exakt sein, aber es ergibt eine Idee. Unzweifelhaft ist der massive Wohlstandsverlust gegenüber der Schweiz. Ein Krieg ist IMMER ein Verlustgeschäft. Egal, welche Seite gewinnt oder verliert, das Einzige, was sich ändert, ist der Gewaltmonopolist!

Ein paar Gewissheiten

Politiker, lügen, betrügen, lassen rauben und morden. (Selten machen die sich die Hände selbst schmutzig)
Staatsangestellte schikanieren und tun so, als ob es ohne sie gar nicht ginge.

Das sind Konstanten so gut wie jedes Staates. Es gibt seltene Lichtblicke mit Verbesserungen. Solange man die Regierungen ohne Mord und Totschlag weg bekommen kann, ist das der einzige wahre Vorteil der Regierungsform, die das erlaubt.

Es versagt vollkommen, wenn man eine Regierung nicht mehr loswerden kann. Siehe China, Russland, Türkei.

Weiter geht es

mit den Freuden eines Messies, Fortsetzung von hier:
https://www.q-software-solutions.de/blog/2026/08/verlogenes-rotes-hetzblatt-die-bnn

Kosten für die erste Runde Entrümpelung (klarer Abfall, leere Flaschen, abgestandenem Essen, leere Dosen 1650 € weiter geht es nun mit dem Rest noch einmal ca 2000 € + MwSt. Erlaubte Miete nach Mietspiegel ca 6 € / m² rechnen wir einfachheitshalber mit 50 m², dann sind es 6 * 50 = 300 € / Monat. Nur das Räumen der Wohnung geht als auf 4000 € zu also, ein Jahr Miete ist erst mal perdu …

Da uns der Zugang zu Wohnung verwehrt wurde, kann ich Ihnen durchaus sagen, nichts kann mehr so bleiben wie es ist. Boden, Tapeten, Badezimmer, Fenster, Stromleitungen, Wasserleitungen alles muß erneuert werden. Ein Wartungsstau für den ich nichts kann.

Wieder einmal

lag ich wohl mit dem Dreckloch und meinen Vorhersagen für Südafrika richtig.
https://www.q-software-solutions.de/blog/?s=s%C3%BCdafrika

https://www.youtube.com/results?search_query=S%C3%BCdafrika+stromknappheit

https://www.youtube.com/results?search_query=S%C3%BCdafrika+Korruption

Einfach auch vorher zu wissen, wenn man weiß wie Sozialismus und Korruption funktionieren.

Den Verbrechern aus der Politik

und Amtsstuben kommt das Wetter gerade recht. Da gab es Anzeichen von wirtschaftlicher Besserung, aber leider, leider macht einem da das Wetter einen Strich durch die Rechnung.
Die Billionen an „Klimaschutzausgaben“ waren Cent für Cent nur für die Tonne. Eine Klimaanlage tut mehr für das Wohlgefühl der Leute als jede PVS Anlage. Ach ja, BTW Klimaanlagen sind auch nichts anders als Wärmepumpen, das Letztere ist hui, das Erstere pfui.
BTW wann genau wir am meisten Strom erzeugt, genau tagsüber bei Sonne. Bei Negativpreisen für Strom könnte man also tagsüber mit dem Betreiben von Klimaanlagen Geld verdienen. Interessanterweise geht das im Winter mit den dunklen, Windlosen, grauen Tagen nicht. Ein Realist, der weiß, was das bedeutet.

Es war einmal (5)

Zu Beginn der BRD.
Zu den neuen Schulden durch die EU (Erhard)

„Der sozialen Fürsorge ist auch nicht damit gedient, durch immer höhere Steuerbelastungen die Produktivität zu schmälern oder auch durch fragwürdiges Finanzgebahren die Volkswirtschaft immer stärker zu verschulden. Auch diese Schulden müssen einmal zurückgezahlt werden.“ (1976)

Es ist nicht so, daß die Warnungen nicht schon lange im Raum stehen. Es ist nur so, daß Politiker sich immer mehr dem Abschaum der Gesellschaft annähern.

„Gratulation“

an ca 270 von 300 Angestellten bei einer Zuliefererfirma für Autos hier in Bruchsal. Nachdem Sie 70 Jahre für mehr Staat gewählt haben, haben Sie es geschafft. Sie bekommen mehr Staat in Form von AL und anderen Transferzahlungen und Sie verdienen nichts mehr durch die Anstellung weil die endet.

So präsentiert sich die „win/win/win“ Situation für die Ex-Angestellten und die Stadt:
(nach claude)
Annahmen (Basisfall)

Ich unterstelle einen Industriearbeitsplatz in der Region (Bruchsal ist Maschinenbau-geprägt), Steuerklasse I, keine Kinder, kein Kirchensteuer-Ansatz:

ParameterWert
Bruttojahresgehalt55.000 €
AN-Sozialabgaben21,15 %
AG-Sozialabgaben inkl. Umlagen/BG~23,5 %
Beitragsbemessungsgrenzennicht erreicht (voller Satz)

Pro Kopf und Jahr

PositionBetrag
Bruttolohn55.000 €
Lohnsteuer~9.050 €
AN-Sozialabgaben~11.630 €
Netto (Kaufkraft)~34.320 €
AG-Sozialabgaben~12.930 €
Arbeitgeber-Gesamtkosten~67.930 €
Abgaben gesamt (Steuer + SV beide Seiten)~33.610 €

Hochrechnung auf 300 Personen

Wegfallendes Volumen p.a.:

PositionBetrag
Bruttolohnsumme16,5 Mio €
Arbeitgeber-Gesamtkosten20,4 Mio €
Lohnsteuer2,72 Mio €
Sozialbeiträge (AN + AG)7,37 Mio €
Entgangene Abgaben gesamt~10,1 Mio €
Wegfallende Nettokaufkraft10,3 Mio €

Zusätzliche Kosten bei der Bundesagentur für Arbeit:

ALG I liegt bei 60 % des Leistungsentgelts, hier ca. 1.750 €/Monat. Dazu zahlt die BA Kranken-, Pflege- und Rentenbeiträge von rund 650 €/Monat. Macht ~2.400 € pro Person und Monat.

SzenarioDauer ØBA-Kosten
Günstig (starker Arbeitsmarkt)5 Monate3,6 Mio €
Mittel8 Monate5,8 Mio €
Voller ALG-I-Anspruch12 Monate8,6 Mio €

Der Landkreis Karlsruhe hat eine sehr niedrige Arbeitslosenquote, das mittlere Szenario dürfte realistisch sein — sofern die Qualifikationen übertragbar sind.

Netto-Kaufkraftverlust in der Region: von 34.320 € auf ~21.000 € ALG I, also ~13.300 € pro Person → rund 4,0 Mio € weniger Kaufkraft pro Jahr, solange der Bezug läuft.

Was davon Bruchsal selbst trifft

Das ist der wichtige Unterschied: Von den 10,1 Mio € landet beim städtischen Haushalt nur ein Bruchteil.

  • Gemeindeanteil an der Einkommensteuer: 15 % des Aufkommens, aber gekappt bei 35.000 € zu versteuerndem Einkommen. Realistisch 200.000–350.000 €/Jahr — und mit rund drei Jahren Verzögerung, weil die Schlüsselzahl aus älteren Steuerstatistiken abgeleitet wird.
  • Gewerbesteuer: Falls der Betrieb komplett schließt statt nur Stellen abzubauen, kann dieser Posten alles andere überlagern. Bei einem ertragsstarken mittelständischen Betrieb dieser Größe sind Beträge im einstelligen Millionenbereich möglich.
  • Der große Rest fließt an Bund, Land und die Sozialversicherungsträger.

Einordnung

Zwei Punkte, die man bei solchen Rechnungen im Blick behalten sollte: Es handelt sich um Bruttoeffekte. Wer wieder Arbeit findet, zahlt wieder ein — die dauerhaften Kosten sind deutlich niedriger als die Jahreszahlen suggerieren. Und je nach Gehaltsniveau verschiebt sich alles proportional: Bei 45.000 € statt 55.000 € liegen die entgangenen Abgaben bei rund 7,9 Mio € statt 10,1 Mio €.

Die Steuer- und Beitragssätze habe ich mit Stand 2026 angesetzt; die Zusatzbeiträge der Krankenkassen und die Bemessungsgrenzen solltest Du für eine belastbare Vorlage noch gegenprüfen.



Was soll ich noch schreiben? Wenn es läuft – läuft es.

Nein, liebe Leser oder Leute

Sie haben kein Recht, daß Sie irgendwo angestellt werden müssen, um dort zu arbeiten. Sie sollten das Recht haben, Ihre Arbeit anbieten zu können, nur so einfach geht das zumindest in D nicht. Selbstständigkeit ohne Meisterbrief? Meinen Sie, sie dürften einfach so die Kirschen im eigenen Garten beliebig verkaufen? Nehmen wir an, Sie sind handwerklich sehr geschickt und können alles so gut wie „Meister ändert es etwa daran, daß Sie alles, was Sie können, auch gesetzlich dürfen?

In Deutschland ist Selbständigkeit im Handwerk ohne Meisterbrief durchaus möglich – es kommt aber stark darauf an, welches Gewerk du ausüben willst. Die Handwerksordnung (HwO) unterscheidet grob drei Kategorien: zulassungspflichtige Handwerke (Meisterpflicht, Anlage A), zulassungsfreie Handwerke (Anlage B1) und handwerksähnliche Gewerbe (Anlage B2).

Für die zulassungsfreien und handwerksähnlichen Berufe brauchst du gar keinen Meister. Für Uhrmacher, Gold- und Silberschmiede, Maßschneider oder Fotografen besteht keine Meisterpflicht. Das Gleiche gilt für handwerksähnliche Berufe wie Bodenleger, Änderungsschneider oder Gerber. Hier reicht in der Regel eine normale Gewerbeanmeldung, wobei du die Tätigkeit trotzdem bei der Handwerkskammer anzeigen musst. SumUp

Bei den aktuell 53 zulassungspflichtigen Handwerksberufen (z. B. viele Bauberufe, Elektro-, SHK-, Kfz-Handwerk, Friseur) ist grundsätzlich ein Meisterbrief nötig – aber auch dafür gibt es mehrere legale Wege ohne eigenen Titel: WISO MeinBüro

Die häufigste ist die Altgesellenregelung / Ausübungsberechtigung nach § 7b HwO. Handwerker können sich ohne Meister selbstständig machen, wenn sie die Gesellenprüfung erfolgreich abgelegt haben und mindestens sechs Jahre Berufserfahrung haben. Mindestens vier Jahre davon müssen sie in leitender Position tätig gewesen sein. Wichtig: Für die Gesundheitshandwerksberufe wie Augenoptiker sowie für Schornsteinfeger besteht diese Möglichkeit nicht. StripeWISO MeinBüro

Ein zweiter Weg ist die Ausnahmebewilligung nach § 8 HwO. Die kommt z. B. infrage, wenn das Ablegen der Meisterprüfung als nicht zumutbar gilt – etwa weil der Antragsteller schon 47 oder älter ist, weil die Wartefristen zu lang sind oder weil sich die Zulassung nur auf einen bestimmten Teil des Handwerks beschränken soll. Die Kosten dafür liegen zwischen 50 und 1.000 Euro, je nach Aufwand und Handwerkskammer. WISO MeinBüroSander-doll

Drittens kannst du einen angestellten Meister als technischen Betriebsleiter einsetzen – dann darf der Betrieb, auch wenn du selbst keinen Titel hast, ins Handwerksrolle eingetragen werden.

Ein paar Nachteile solltest du kennen: Die Handwerkskammer kann bei Ausnahmebewilligungen den Bereich der Tätigkeiten beschränken, du darfst die Bezeichnung „Meisterbetrieb“ nicht verwenden, und Betriebe ohne Meister dürfen grundsätzlich keine Auszubildenden aufnehmen

Weiter geht es auch so:
Da muss ich kurz nachhaken, was du mit „ohne dass die EU involviert ist“ genau meinst – aber ich gehe erstmal auf beide naheliegenden Lesarten ein, weil beide in dieselbe Richtung führen.

Wenn du meinst „ohne EU-Bürokratie / EU-Vorschriften“: Der Verkauf deiner eigenen, unverarbeiteten Erzeugnisse fällt unter die sogenannte landwirtschaftliche Urproduktion, und die ist rechtlich stark privilegiert. Die Vermarktung selbsterzeugter unverarbeiteter landwirtschaftlicher Produkte wie Eier, Milch, Gemüse oder Honig gilt als Urproduktion und ist kein Gewerbe im Sinne der Gewerbeordnung – du musst also nichts beim Gewerbeamt anmelden. Auch die üblichen Aufbereitungsarbeiten wie Reinigen, Sortieren und Verpacken sowie der Verkauf selbst zählen noch zur Urproduktion. Der reine Verkauf ab Hof, aus der Scheune oder am Straßenrand ist ohne gesonderte Gewerbeanzeige erlaubt, solange es bei einer landwirtschaftlichen, nicht gewerblichen Tätigkeit bleibt.

Dazu kommt eine praktische Erleichterung beim ambulanten Verkauf: Beim Verkauf selbstgewonnener, nicht über die erste Bearbeitungsstufe hinausgehender Erzeugnisse im Reisegewerbe ist weder eine Reisegewerbekarte noch eine Anzeige erforderlich – das gilt für den Verkauf von Haus zu Haus wie auch für Verkaufsstände auf Wochen- oder Bauernmärkten.

Wichtig ist aber die Grenze: Sobald du in die zweite Verarbeitungsstufe gehst (also z. B. aus deinem Obst Marmelade kochst, Wurst herstellst oder Brot backst und das an Endverbraucher verkaufst), wird es gewerblich und anzeigepflichtig, und je nach Tätigkeit kann sogar die Handwerksordnung greifen. Auch beim Zukauf fremder Produkte über etwa 10 % des Umsatzes kippt es ins Gewerbe. Und einen offenen Hofladen mit Ladentheke und festen Öffnungszeiten musst du ebenfalls anmelden.

Jetzt der ehrliche Teil zur EU: Ganz „ohne EU“ geht es nicht, sobald Lebensmittel im Spiel sind. Die EU-Hygienevorschriften gelten grundsätzlich auch für die Primärproduktion. Aber – und das ist der entscheidende Punkt – für die direkte Abgabe kleiner Mengen eigener Urprodukte an Endverbraucher oder lokale Läden nimmt sich die EU-Verordnung selbst zurück und überlässt die Regelung dem nationalen Recht (in Deutschland vor allem der Lebensmittelhygiene-Verordnung). Genau diese Direktvermarktung im kleinen Rahmen ist also das, was einer „EU-freien“ Vermarktung am nächsten kommt.

Dürften Sie sich an irgendeinen öffentlichen See setzen und angeln? Nein. Dürfen Sie aus einem beliebigen Gewässer Wasser entnehmen? Nein.

Es gibt so gut wie keine Arbeit, wo Sie nicht reguliert, stranguliert und bevormundet werden.

Wenn es denn „nur“ menschengemachter Klimawandel ist

was haben dann die Billionenausgaben bis heute erreicht? Die simple Antwort ist – nichts. Kein Zehntelgrad da draußen gibt es weniger, wegen der dt. und europäischen Gesetzgebung. Es ist heiß draußen, ja, was kann man machen? Genau, Klimaanlagen installieren. Ich wage daher eine Vorhersage. Es werden mehr Klimaanlagen auch in D installiert werden.

Einfache Fakten

Herr Kerkeling könnte ohne Problem zum Bundespräsidenten gewählt werden.
Fast — aber nicht ganz „jeder Deutsche“. Das Grundgesetz stellt zwei zusätzliche Bedingungen. Art. 54 Abs. 1 Satz 2 GG sagt:

„Wählbar ist jeder Deutsche, der das Wahlrecht zum Bundestage besitzt und das vierzigste Lebensjahr vollendet hat.“

Daraus ergeben sich drei Voraussetzungen:

Erstens die deutsche Staatsangehörigkeit — „Deutscher“ im Sinne des Art. 116 GG. Zweitens das passive Wahlrecht zum Bundestag, also die Wählbarkeit bei Bundestagswahlen. Das schließt zum Beispiel Personen aus, denen die Wählbarkeit gerichtlich aberkannt wurde. Drittens ein Mindestalter von 40 Jahren (genauer: das vollendete 40. Lebensjahr) — deutlich höher als die 18 Jahre, die zum Wählen oder für eine Bundestagskandidatur genügen.

Was es ausdrücklich nicht braucht: keine bestimmte Ausbildung, kein juristisches oder politisches Vorleben, keine Parteimitgliedschaft, kein Amt. In diesem Sinne ist Ihr Grundgedanke richtig — es ist kein Expertenamt mit Eignungsprüfung, sondern im Prinzip jedem erwachsenen Deutschen ab 40 zugänglich.

Zwei Ergänzungen, die oft mitgemeint sind: Gewählt wird der Bundespräsident nicht vom Volk, sondern von der Bundesversammlung (Art. 54 Abs. 1 Satz 1). Und es gibt eine Amtszeitgrenze: fünf Jahre, anschließende Wiederwahl nur ein einziges Mal (Art. 54 Abs. 2) — also maximal zehn Jahre am Stück.

Kein einziger Nicht-Gewählter hat da irgendein Abstimmungsrecht.